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Kostenexplosion beim Ludwigspark: Wurde der Stadtrat getäuscht? Ist OB Britz abgetaucht?

„Die aktuelle Kostenexplosion beim Umbau des Ludwigspark-Stadions ist sinnbildlich für das planlose Vorgehen der Verwaltungsspitze bei diesem Thema. Was ebenso auffällt ist, das zum wiederholten Male von Oberbürgermeisterin Britz bei schlechten Nachrichten nichts zu hören ist. Auch jetzt ist sie zu diesem Thema völlig abgetaucht“, stellt Uwe Conradt, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat, fest.

Die Kosten für den Stadionumbau hätten sich von anfangs 16 auf mittlerweile 34 Millionen Euro mehr als verdoppelt, der städtische Anteil habe sich sogar vervierfacht – von 5 auf 20 Millionen. Und niemand könne wirklich sagen, ob diese Summe am Ende auch wirklich reiche. Zu Beginn habe die Stadt aber noch das Ziel gehabt, ein ordentliches, zweitligataugliches Stadion zu bauen, mittlerweile fehle in den Planungen die für die Drittliga-Tauglichkeit notwendige Rasenheizung. Diese müsste bei einem Aufstieg des FCS innerhalb eines Jahres nachgerüstet werden. Dies würde natürlich wieder weitere Kosten bedeuten.

„Der erst im Dezember verabschiedete städtische Haushalt 2019 ist schon jetzt Makulatur, ein Nachtragshaushalt muss her. Bereits damals waren höhere Kosten absehbar, für die im Haushalt keine Vorsorge getroffen wurde. Da muss man sich fragen: Wurde der Stadtrat getäuscht? Wie soll es jetzt weitergehen? Die Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger hätten gerne eine verlässliche Aussage, wie viel das Stadion kostet und wann es fertig wird. Denn ganz egal, ob die Kostenexplosion an Fehlplanungen, steigenden Baupreisen, zahllosen Zeitverzögerungen oder am Unvermögen der Stadtverwaltung liegt: die Kosten bleiben an den Saarbrücker Bürgerinnen und Bürgern hängen“, so Uwe Conradt.

Von dem bereits im letzten August angekündigten Betriebskonzept für das Stadion und dem Mietvertrag mit dem FCS fehlten weiterhin jede Spur. Eine externe Anwaltskanzlei sei eingeschaltet worden. Auch hier komme die Stadtverwaltung nicht weiter. Dazu passt auch, dass dem eigentlich für das Stadion zuständigen Sportdezernenten Schindel wegen erwiesener Unfähigkeit mittlerweile fast alle Zuständigkeiten entzogen worden seien.

„Die Oberbürgermeisterin ist jetzt gefordert. Bisher war von ihr immer nur bei guten Nachrichten zum Thema Ludwigspark, wie z.B. bei der Grundsteinlegung, etwas zu hören. Bei schlechten Nachrichten schickt sie ihre Mitarbeiter vor, wo aber sie als Führungskraft gefragt wäre. Sie muss das Thema jetzt zur Chefsache machen und persönlich erklären, wie es beim Ludwigspark weitergehen soll. Auch die verantwortliche Ratskoalition aus SPD, Linken und Grünen hat im wahrsten Sinne des Wortes den Ball in der Hand und muss nun im Sinne der Bürgerinnen und Bürgern handeln“, fordert Uwe Conradt abschließend.