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Kostenexplosion bei den Tribünen-Fertigteilen für den Ludwigspark: CDU-Fraktion fordert Aufklärung

Die CDU-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat sieht mit „größter Sorge“ die Ergebnisse der aktuellen Ausschreibung für die Tribünen-Fertigteile bei der Sanierung des Ludwigspark-Stadions. Die Planansätze der Kosten für die Renovierung und den teilweisen Neubau des Stadions hätten sich in den vergangenen Jahren von ursprünglich 16 Millionen Euro auf zuletzt 28 Millionen Euro schon fast verdoppelt. Nun sei zu befürchten, dass auch dieser Ansatz nicht ausreiche.

„Die offenbar massive Überschreitung der Planansätze und der Umstand, dass nur ein einziger Anbieter ein Angebot bei solch einem Großauftrag abgegeben hat, werfen für uns Fragen auf. Wir verlangen von der Verwaltung Aufklärung darüber, ob sie die Planansätze vorher realistisch eingeschätzt hat oder ob in diesem Fall der Anbieter – auch unter Berücksichtigung der bekannt guten Konjunktur am Bau – marktunübliche Preise in seinem Angebot aufgerufen hat. Außerdem muss geklärt werden, ob man bei der Ausschreibung durch eine Aufteilung in kleinere Lose mehr Bieter hätte generieren können“ erklärt der Fraktionsvorsitzende Uwe Conradt und weiter: „An einer Aufhebung des aktuellen Ausschreibungsverfahrens führt für uns kein Weg vorbei. Trotzdem haben wir Fragen, inwieweit das Verhandlungsverfahren hier zulässig ist. Es ist zu befürchten, dass bei einer Aufhebung des Verfahrens eine Neuausschreibung am Ende unausweichlich ist und wir durch das Verhandlungsverfahren nur Zeit verlieren.“

Der Stadtrat sei von der Verwaltung im letzten Jahr darüber informiert worden, dass die Vergabe in Einzelgewerken günstiger sein würde als die ursprünglich vorgesehene Vergabe an einen Generalübernehmer. Angesichts der jetzigen Entwicklungen sei es fraglich, ob der Rat richtig informiert wurde und es nicht bei einem Generalübernehmer eine deutlich größere Kostensicherheit gegeben hätte. Insbesondere vor diesem Hintergrund habe nun die Verwaltung eine besondere Verantwortung, für die Einhaltung des Zeit- und Kostenrahmens zu sorgen.

Die CDU-Fraktion verlange volle Kostentransparenz statt Schönrechnerei und eine möglichste schnelle Rückkehr des FCS nach Saarbrücken. „Wir wollen von der Verwaltung wissen: Welches Stadion, zu welchen Kosten und in welcher Zeit? Auch der FCS und seine Fans haben ein Recht darauf, von der Bauherrin Stadt Saarbrücken zu erfahren, ob der FCS tatsächlich im Frühjahr 2020 in den Ludwigspark zurückkehren kann und wie lange die Phase der Heimatlosigkeit des FCS noch andauern wird,“ so Uwe Conradt abschließend.