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Schaffung von sozialem Wohnraum: Nur gemeinsam geht es voran

„Der Regionalverband hat im Gegensatz zur Saarbrücker Stadtverwaltung begriffen, was man kurzfristig tun kann, um sozialen und preiswerten Wohnraum bereitzustellen“, so Hermann Hoffmann, der baupolitische Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion. Der Regionalverband wolle nämlich Hauseigentümer gezielt ansprechen und dann finanziell unterstützen, um die Bereitschaft zur Vermietung von Wohnraum an Bedürftige anzukurbeln. Dieses Modell werde in Karlsruhe seit 10 Jahren erfolgreich betrieben; andere Städte, wie z.B. Konstanz, gingen ähnlich vor.

Saarbrücken gefalle sich dagegen in der Rolle, auf das Prinzip Hoffnung zu setzen! Hoffnung darauf, dass Investoren trotz des Quotenmodells Sozialwohnungen schaffen! Dass ein städtisches Gutachten dem Saarbrücker Immobilienmarkt eine unterdurchschnittliche Dynamik bescheinigt habe, dass in diesem Jahr im Gestaltungsbeirat nicht ein einziges größeres neues Wohnprojekt vorgestellt worden sei, beeindruckte weder die Ratskoalition aus SPD, Linken und Grünen noch die Verwaltungsspitze mit Oberbürgermeisterin und Baudezernent. Dass in eben diesem Gutachten auch erwähnt wurde, dass wir hier sehr viele Leerstände hätten, scheine auch nicht im Blickfeld der Verantwortlichen zu liegen. Sich um Leerstände zu kümmern, bedeute jedoch Arbeit und Standhaftigkeit. Die Stadt leiste sich zwar neben dem Regionalverband ein weiteres Sozialamt, aber offensichtlich scheue man seitens der OB und der Amtsleitung die Mühen des Klinkenputzens.

Die CDU Stadtratsfraktion unterstütze die Initiative des Regionalverbandes ausdrücklich. „Sozial handeln mit Rendite“, so werden die Maßnahmen in Karlsruhe überschrieben. Wohnraum schaffen durch Kooperation mit privaten Hausbesitzern könne ein wichtiger Pfeiler sein, um Bedürftigen schnell zu angemessenem Wohnraum zu verhelfen. Davon sei man in Saarbrücken jedoch weit entfernt. Ein entsprechender Antrag der CDU sei seitens des Baudezernates nicht einmal im Ansatz diskutiert worden.

Allein auf ein Konzept- und Quotenmodell zu setzen, wie es die rot-rot-grüne Koalition in Verbindung mit der Stadtverwaltung im letzten Stadtrat verabschiedete, sei wenig kreativ und werde nicht helfen. „Wir müssen vor dem Hintergrund unserer geringen Marktdynamik auf mehrere Karten setzen, um sozial Bedürftigen angemessenen Wohnraum zu verschaffen. Dazu gehören u. a. ein konzentriertes Leerstandsmanagement sowie die Umwidmung von überflüssigen Büroflächen in Wohnraum. Das wiederum erfordert eine proaktive Vorgehensweise und die unbürokratische Zusammenarbeit von Sozialamt und Bauverwaltung. Nur gemeinsam und durch ein Maßnahmenbündel geht es bei der Schaffung von sozialem Wohnraum voran“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Uwe Conradt abschließend.