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Stadt soll Saarbrücker Tafel besser unterstützen

„Die Saarbrücker Tafel hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einer wichtigen und wertvollen Institution in unserer Stadt entwickelt. 320 Mitglieder unterstützen die Saarbrücker Tafel bei ihrer nahezu täglichen Arbeit. So werden wöchentlich in Saarbrücken über 20.000 kg Lebensmittel an über 4.500 bedürftige Menschen verteilt. Diese Arbeit hat unsere Unterstützung verdient“, so Andreas Neumüller, CDU-Stadtverordneter und Mitglied im Sozialausschuss des Stadtrates.

Deshalb habe die CDU-Fraktion für die nächste Sitzung des städtischen Sozialausschusses den Antrag gestellt, dass die Stadtverwaltung eine finanzielle Unterstützung der Tafel, wie z.B. einen Mietkostenzuschuss, prüfen soll. Außerdem soll Vertretern des Vereins Saarbrücker Tafel e.V. die Möglichkeit gegeben werden, die Arbeit der Tafel dem Ausschuss vorzustellen. Hintergrund des Antrages sei die enorme Belastung der Tafel durch die wachsende Anzahl derer, die dort Hilfe suchen, und der sich verändernde Empfängerkreis. So musste man bereits dazu übergehen, Bedürftige nur noch alle 14 Tage mit Lebensmitteln zu versorgen. Aktuell gebe es wieder eine probeweise wöchentliche Versorgung, allerdings verbunden mit einem Aufnahmestopp.

„Neben dem Hauptsitz in Burbach gibt es mittlerweile auch auf der Folsterhöhe und dem Wackenberg Ausgabestellen. Dabei umfasst das Einzugsgebiet allerdings das gesamte Stadtgebiet“, erläutert Andreas Neumüller der auch Ortsvorsitzender der CDU Burbach ist. Obwohl es häufig von den Trägern der Grundversorgung anders vermittelt werde, sei die Tafel kein Instrument der Grundversorgung, sondern ein Zusammenschluss von Ehrenamtlichen, die in ihrer Arbeit ausschließlich auf Spenden angewiesen seien und lediglich eine Ergänzung zur staatlichen Grundversorgung darstellten. Die Tafel leiste mit ihrer Arbeit, die wöchentlich über 4.500 Bedürftigen zugutekomme, einen wichtigen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und habe somit neben dem sozialen auch einen ökologischen und moralischen Anspruch. Die, die es in unserer Gesellschaft am nötigsten hätten, würden durch die Tafel einen Anteil am Überfluss der anderen erfahren. Um ihre Arbeit überhaupt machen zu können, werde die Tafel aber insbesondere finanziell durch hohe Mietaufwendungen in Höhe von rund 20.000 Euro pro Jahr belastet. Dazu kämen noch Kosten für den Fuhrpark, Versicherungen und Geschäftsausstattung, die ausschließlich durch Spenden getragen würden.

„Die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen in Bezug auf die Tafeln anderer Städte und die beschriebenen Probleme sollten Anlass sein, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu entlasten und durch einen finanziellen Ausgleich wertzuschätzen. Durch eine finanzielle Unterstützung, beispielsweise in der Form eines jährlichen Mietkostenzuschusses, könnte man die Arbeit der Tafel in Saarbrücken fördern und somit den Verantwortlichen Planungssicherheit geben in einer Zeit, in der sie immer wieder an die Kapazitätsgrenzen stoßen“, so Andreas Neumüller abschließend.