Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Städtische Kulturentwicklung: Saarbrücken muss Strukturen ändern

„Die Diskussionsveranstaltung an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) am letzten Wochenende hat auch gezeigt, dass die Landeshauptstadt Saarbrücken ihre Strukturen bei der Kulturentwicklung und -förderung ändern muss“, stellt Elke Masurek, die kulturpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, fest.

Durch die dort geführte Diskussion sehe sich die CDU in ihrer Auffassung bezüglich eines Kulturentwicklungsplans bestätigt. Diesen fordere die CDU schon seit längerer Zeit, der Vorschlag wurde aber immer wieder von der rot-rot-grünen Ratsmehrheit abgeschmettert. Der Plan müsse Strategien und Konzepte entwickeln sowie bestehende Formate auf den Prüfstand stellen – denn gerade in Anbetracht der städtischen Haushaltslage müsse man sich auf seine Stärken besinnen. „Bei der Aufstellung des Haushaltes zur Förderung der Kunst verharrt die Stadt seit Jahren in denselben Mechanismen. Es gibt immer nur stur die gleichen Zuweisungen, ohne Kreativität und Prüfung, ob dies noch zeitgemäß oder geeignet ist“, kritisiert Elke Masurek. Dass dies bitter nötig sei, habe die Diskussion um das Jazz-Syndikat gezeigt. Auch hier muss man sich überlegen, wie es nun weitergeht.

Saarbrücken müsse auch attraktiver für Künstlerinnen und Künstler werden. In den letzten Jahren konnten die Preisträger der städtischen Förderstipendien viel zu selten an die Stadt gebunden werden. Meist waren sie nur punktuell künstlerisch in Saarbrücken tätig und dann auch wieder abgewandert. „Hier muss sich dringend etwas ändern. Die Stadt muss attraktive Voraussetzungen schaffen, um diese jungen Leute hier zu halten“, fordert Elke Masurek.

Damit neue Entwicklungen eine Chance haben, müsse die Stadt auch ihre eigenen Strukturen im Kulturbereich auf den Prüfstand stellen. So stelle sich die Frage, ob unbedingt Vertreter des Stadtrates in der städtischen Kunstkommission sitzen müssen. „Ohne Beteiligung der Politik könnte die Kunstkommission einerseits freier tagen und Ideen entwickeln, andererseits könnte der Rat dann anschließend über die Ergebnisse der Kommission unvoreingenommener beraten und entscheiden. Da einzelne Mitglieder schon seit vielen Jahren in der Kunstkommission sitzen, stellt sich außerdem die Frage einer Amtszeitbegrenzung. Dies könnte ihr eine neue Dynamik sowie frischen Input verleihen und würde einer Versteinerung des Gremiums entgegenwirken“, schlägt Elke Masurek abschließend vor.