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CDU lehnt Idee des QuattroAirports ab

„Die CDU-Fraktion lehnt die Idee eines QuattroAirports und die damit verbundene Verkleinerung oder Schließung des Saarbrücker Flughafens ab“, stellt Gabriele Herrmann, Mitglied der CDU-Fraktion in der QuattroPole-Versammlung, klar. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Städtenetzes QuattroPole in der letzten Woche wurde das Leitbild für die Zusammenarbeit der vier Städte Metz, Saarbrücken, Trier und Luxemburg offiziell verabschiedet. Ein Vorschlag dieses Leitbildes sei der QuattroAirport, also den Luxemburger Flughafen zu stärken und die beiden anderen Flughäfen in der Region – Saarbrücken und Metz – zu verkleinern oder gar zu schließen.

„Das kann aus Saarbrücker und saarländischer Sicht keine Option sein“, kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete Bernd Wegner, zugleich auch Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes sowie CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Saarbrücken, und weiter: „Der internationale Verkehrsflughafen Saarbrücken ist für das Saarland ein unverzichtbarer Standortfaktor mit besonderer infrastruktureller und regionalwirtschaftlicher Bedeutung. Eine Schließung des Flughafens würde sich negativ auf Ansiedlungen und die Wirtschaftsentwicklung auswirken. Wie wichtig der Flughafen für den Standort Saarland ist, hat sich erneut in der aktuellen Diskussion um Air Berlin gezeigt. Daher ist es völlig unverständlich, dass solch ein Punkt in ein Leitbild einfließen konnte, das zum größten Teil unter Saarbrücker Präsidentschaft erarbeitet wurde.“

Auch vor dem Hintergrund des Ausbaus des Standorts Saarbrücken als universitärem Forschungsstandort, der endlich über das Drehkreuz München Anschluss an alle internationalen Verbindungen gefunden habe, wäre es absurd, den Standort Saarbrücken zu schwächen. Durch das geplante Helmholtz-Zentrum werden viele Wissenschaftler aus aller Welt ihren Fokus auf Saarbrücken richten. „Dies durch einen absurden Rückbau einer funktionierenden Infrastruktur zu gefährden, ist aus meiner Sicht eine rückwärtsgewandte und sogar gefährliche Politik“, ergänzt Bernd Wegner.

Wichtig sei aus Sicht der CDU-Fraktion, das Städtenetz insgesamt zu stärken und dabei keinen Partner zu schwächen. Das Leitbild enthalte aber auch viele gute und sinnvolle Ansätze, so beispielsweise eine Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Standortmarketing, Kultur und Tourismus. „Als besonders wichtig zu erachten sind aber auch Projekte im Bereich der Bildung, die darauf abzielen, die Bildungschancen der jungen Generation zu verbessern, sei es durch die Zusammenarbeit der Universitäten, bei der grenzüberschreitenden Ausbildung oder bei der Einrichtung von Schulpartnerschaften“, so Gabriele Herrmann abschließend.