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CDU-Fraktion unterstützt Oberbürgermeisterin beim Bettelverbot

„Endlich ist der Groschen gefallen“, kommentiert der Fraktionsvorsitzende der CDU im Saarbrücker Stadtrat, Peter Strobel, die geplante Einführung eines Bettelverbots in der Innenstadt. „Die Oberbürgermeisterin kann sich der Unterstützung der CDU-Fraktion sicher sein. Seit Jahren erheben wir gemeinsam mit vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Einzelhandel unserer Stadt die Forderung nach einem gerichtsfesten Bettelverbot in der City.“

„Wo fängt organisiertes oder aggressives Betteln an und wie soll das kontrolliert werden?“, fragt Alexander Keßler, der CDU-Sprecher im Rechtsausschuss des Stadtrates. „Wenn man im Parkhaus sein Parkticket bezahlt und das Wechselgeld im Ausgabefach klingelt, steht oftmals jemand am Parkhausausgang und bittet, den Weg versperrend, um Kleingeld. Dieser Situation kann man dann nicht ausweichen, das ist für mich aggressives Betteln" so Alexander Keßler und weiter: „Wenn ein Bettler am Eingang eines Ladenlokals Stellung bezieht, machen die Passanten nicht nur um den Bettler, sondern gleich um das ganze Geschäft einen großen Bogen. Ich habe großes Verständnis dafür, dass sich die Einzelhändler darüber beklagen!“

Was die Kritik der Sozialverbände angehe, sei gerade Saarbrücken eine Stadt, die eine Vielzahl von Hilfsangeboten für Obdachlose und verarmte Menschen von unterschiedlichsten Anbietern bereithalte: „Vom Bruder-Konrad-Haus bis zur Wärmestube oder dem Kältebus, in Saarbrücken braucht niemand zu hungern oder zu frieren“, lobt Peter Strobel die Leistungen der karitativen Träger und Vereine des bürgerschaftlichen Engagements. Jetzt komme es darauf an, dass das Bettelverbot gerichtsfest auf den Weg gebracht würde. Davon ausgenommen werden sollten die Verkäufer des „Guddzje“, der saarländischen Obdachlosenzeitung. „Diese Menschen versuchen, etwas zu verkaufen und bekommen dafür eine ‚Provision‘. Sie tun das nicht aggressiv, sondern zurückhaltend und damit ist das für mich auch kein Betteln“, so Peter Strobel. Viele, denen es besser ginge, zahlten gerne den Preis für das Guddzje und die Verkäufer bettelten eben nicht, sondern böten eine Gegenleistung.

„Das Bettelverbot in Saarbrücken ist kein Ausdruck sozialer Kälte, sondern eine notwendige und sinnvolle Regelung, um die Attraktivität der Stadt zu steigern“, sagen Alexander Keßler und Peter Strobel abschließend.