Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Kapituliert OB Britz vor Q-Park?

„Oberbürgermeisterin Britz hat den Saarbrücker Geschäftsinhabern empfohlen, den Kunden die Parkgebühren teilweise zu erstatten. Sollte dies ihr einziger Vorschlag zu diesem Thema bleiben, grenzt das schon fast an Zynismus“, so Hermann Hoffmann, verkehrspolitischer Sprecher der Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion. Der Presseberichterstattung war außer diesem gewagten Hinweis aber nichts anderes zu entnehmen. Die Stadt habe durch die jahrzehntelange Verpachtung der Parkhäuser an die Firma Q-Park diese zu einem Quasi-Monopolisten gemacht, was zu den hohen Preisen dort führe. Außerdem habe die Stadt die Parkgebühren für ihre eigenen Parkflächen vor einiger Zeit erhöht und der städtische Verkehrsentwicklungsplan sehe eine weitere Anhebung auf das Niveau der Parkhäuser vor.

„Damit verlangt die Oberbürgermeisterin also von den Geschäftsinhabern, Ärzten, Anwälten und Gastronomen, die erhöhten Parkgebühren teilweise zu übernehmen, für die die Stadt und sonst niemand Verantwortung trägt“, kritisiert Hermann Hoffmann. Damit zeige Frau Britz, wie wenig Verständnis sie für den Handel in der Landeshauptstadt und seine Bedeutung für Saarbrücken als Oberzentrum aufbringe. Zudem signalisiere die Oberbürgermeisterin mit ihren Äußerungen, dass es nicht Aufgabe der Stadt sei, sich um das Parkangebot und die Preise zu kümmern. „Wessen Aufgabe ist es denn dann?“, fragt Hermann Hoffmann.

In anderen Städten biete Q-Park teilweise deutlich niedrigere Parkkonditionen an. So bezahle man im Zentrum von Aachen zwischen 10 Uhr und 20 Uhr eine Pauschale von 6 Euro, wenn man länger als zwei Stunden parke; im Darmstädter Zentrum zwischen 19 Uhr und 6 Uhr maximal 4 Euro – in Saarbrücken können es dagegen jeweils bis zu 16 Euro sein. Hinzu komme, dass die Qualität der Q-Park-Parkhäuser in Saarbrücken mangelhaft sei, da dort seit Jahren nicht ordentlich investiert werde.

„Dementsprechend ist der Zustand der Parkhäuser. Außerdem gibt es seit vielen Monaten massiven Ärger mit der Technik und es fehlt an Personal, was zu berechtigtem Ärger bei den Kunden führt. Saarbrücken scheint für Q-Park nur eine Cashcow zu sein. Aber anstatt sich für die Bürgerinnen und Bürger, die Besucher und Geschäftsleute der Stadt einzusetzen, unterstützt OB Britz mit ihrem Vorschlag Q-Park auch noch“, kritisiert Hermann Hoffmann abschließend.