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Stadtplanung ist ganzheitliche Aufgabe – Ohne Strategie geht's nicht!

„Saarbrücken ist ein begehrter Wohnort, die rege Bautätigkeit in der Stadt ist ein gutes Zeichen. Deshalb macht es auch Sinn, Platz zu schaffen für Wohnbebauung, ob auf dem ‚Polizeikasernen-Areal‘ in der Mainzer Straße, auf dem ehemaligen Citroen-Gelände in der Großherzog-Friedrich-Straße oder dem Hager-Gelände in Ensheim. Insbesondere die privaten Investitionen sind ausgesprochen erfreulich! Wichtig bei allen Bauvorhaben ist, dass sie eine überzeugende städtebauliche Qualität haben“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende im Saarbrücker Stadtrat, Peter Strobel.

Das darf aber nicht nur für den Wohnungsbau gelten. Stadtplanung ist ein ganzheitliches Thema, in das auch Freiflächen und Zweckbauten eingebunden sein müssen. Was passiert, wenn unzulänglich geplant wird und die Stadt ihre Steuerungsmöglichkeiten nicht nutzt, kann man sich in Alt-Saarbrücken am Milchhofgelände ansehen. „Dort hat die Stadtplanung auf ganzer Linie versagt! Die Gesamtentwicklung vom Messegelände bis zur HTW war eine städtebauliche Chance. Durch den neuen Möbelmarkt ist diese vertan“, kritisiert Peter Strobel. Diese Kritik richtet sich nicht im Geringsten gegen den Investor, der selbstverständlich seine Investition unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit geplant hat. Aber wie kann man so etwas an so einer Stelle genehmigen und verbaut sich damit zukünftige Chancen? Die Stadt hätte seinerzeit das Milchhofgelände selbst erwerben müssen, um entsprechend Einfluss darauf zu haben, was dort passiert. Dass es auch anders geht, kann man im Bereich Großmarkt / Osthafen sehen. Dort wird ebenfalls ein Möbelmarkt gebaut, allerdings gibt es für das komplette Gebiet einen städtebaulichen Wettbewerb, wie es dort in Zukunft aussehen kann. Ein guter Ansatz, aber leider die Ausnahme.

„Oberbürgermeisterin Britz hat keine ganzheitliche Idee für die Stadt – weder stadtplanerisch, noch mit Blick auf die Entwicklung der sozialen, kulturellen oder wirtschaftlichen Strukturen. Das verbindet sie dann wiederum mit ihrer Stadtratsmehrheit von SPD, Linken und Grünen; auch dort herrscht Rat- und Planlosigkeit. Es wird gewurschtelt, was das Zeug hält“, so das Fazit von Peter Strobel. So fehlt von Seiten der städtischen Wirtschaftsförderung ein Konzept, was man wo ansiedeln möchte. Was passiert mit dem Messegelände oder welche Flächen sollen in naher Zukunft zur Gewerbeentwicklung genutzt werden? Und wenn eine Investition kommt, dann ist sie ein erfreuliches Ergebnis der Tätigkeit an unseren Hochschulen, der Erfolg privatwirtschaftlicher Arbeit oder einfach nur ein glücklicher Zufall, aber nicht im geringsten Ergebnis einer strategischen Planung im Rathaus.

„Die durch die derzeitige Wirtschafts- und Zinssituation begünstigte Bautätigkeit in der Stadt kaschiert die im Vergleich zu vergleichbaren Regionen weit unterdurchschnittliche Entwicklungsdynamik jedoch nur marginal. Saarbrücken ist eine Stadt mit Potenzial, leider machen Oberbürgermeisterin und Ratsmehrheit daraus nichts, trotz der derzeit Zeit günstigen Rahmenbedingungen“, stellt Peter Strobel abschließend fest.