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CDU gegen neue Grundschule im Burbacher Füllengarten

„Die CDU-Fraktion hat in der Sitzung des Saarbrücker Stadtrates am Dienstag gegen den Bau einer neuen Grundschule am Standort Füllengarten in Burbach gestimmt. Gründe hierfür sind die fehlende Transparenz und Bürgerbeteiligung im Verfahren sowie die Tatsache, dass die neue Schule erst in rund sieben Jahren zur Verfügung stehen wird“, erläutert der Burbacher CDU-Stadtverordnete Andreas Neumüller, gleichzeitig auch Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Burbach.

Standortsuche und Planung konnten von Mandatsträgern und Bürgern lediglich aus Zeitungsberichten entnommen werden. Die CDU-Fraktion fordere ein offenes Verfahren, in dem die beiden vorhandenen Grundschulen, die großartige Arbeit im Stadtteil leisten, mitgenommen und gehört werden. Dies sei im bisherigen Verfahren nicht der Fall gewesen. Wie der aktuellen Stadtratsvorlage zu entnehmen sei, leide die Freiwillige Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Weyersberg seit Jahren unter ihrer enormen Größe, die in der mittelfristigen Planung weiter auf über 600 Schüler wachsen werde. „Jedoch sehen die prognostizierten Zahlen in den nächsten 3 bis 5 Jahren die Spitze voraus und man geht in sechs Jahren wieder von einem Rückgang der Schülerzahlen aus. Aus diesem Grund ist ein Schulneubau für 14 Millionen Euro aus unserer Sicht wenig sinnvoll, noch dazu an einem Standort 300 Meter von der erst neu installierten Ganztagsgrundschule Füllengarten entfernt“, so Andreas Neumüller.

Die CDU-Fraktion fordere schnelle Hilfen für den Burbacher Weyersberg. Insbesondere bei Bildungsinfrastruktur, Personal und bei der Gebäudeausstattung müssten Investitionen getätigt werden. Wichtige Investitionen in den Standort, die für ein besseres Klima am Weyersberg sorgen würden, wären außerdem eine Elternhaltestelle sowie die Neugestaltung des Noldplatzes. „Die Entwicklung der Schülerzahlen zeigt, dass wir jetzt Lösungen brauchen und keine neue Schule, die erst in sieben Jahren für Entlastung sorgen kann. Neben schnellen Investitionen in die Sozial- und Bildungsinfrastruktur am Weyersberg benötigen wir mittelfristig eine Erweiterung der vorhandenen Ganztagsgrundschule am Füllengarten auf mindestens vier Klassen pro Jahrgang, um eine echte Wahlfreiheit für die Eltern im Stadtteil zu gewährleisten“, stellt Andreas Neumüller fest, und weiter: „Außerdem fordern wir von der Stadtverwaltung, dass geprüft wird, ob die Weyersbergschule eine kleine Dependance im Rastbachtal einrichten kann, beispielsweise in dem leerstehenden Kindergartengebäude der Kirchengemeinde am Standort. Hier wären eine leerstehende Gebäulichkeit und viele Grünflächen vorhanden, die der Weyerbergschule eine kurzfristig zu realisierende Entlastung verschaffen könnten.“

Die CDU-Fraktion begrüße alle Investitionen in die Bildung unserer Kinder, jedoch müssten sie sinnvoll und nachvollziehbar sein. Eine neue Schule, die dann zur Verfügung stehe, wenn die Schülerzahlen sinken, wäre ein echter Schildbürgerstreich. „Die von uns geforderte Alternative würde deutlich weniger als 14 Millionen Euro kosten und eine echte Entlastung für die Schulen und den Stadtteil in den nächsten Jahren bringen. Neben der Erweiterung der Ganztagsgrundschule am Füllengarten fordern wir weiter die zügige Umsetzung des Stadtteilentwicklungskonzeptes, das eine neue Wohnbebauung im Füllengarten sowie eine weiterführende Schule vorsieht“, so Andreas Neumüller abschließend.