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Messe- und Kongresszentrum: Wir brauchen Taten statt hohler Phrasen!

Nach den Einlassungen der Saarbrücker SPD-Oberbürgermeisterin Britz, die als „Leitinvestition" für Saarbrücken ein neues Messe- und Kongresszentrum fordert, stellt die CDU-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat klar: „Schon vor über zehn Jahren hatte die CDU-Landesregierung angeboten, in der Landeshauptstadt auf Kosten des Landes eine Veranstaltungshalle zu genau diesen Zwecken zu errichten", erklären die CDU-Stadtverordneten Gabriele Herrmann und Sascha Zehner.

Die CDU habe damals regelrecht gebettelt, dass die Stadt endlich eine Fläche ausweise und erschließe, damit diese 40 Millionen-Investition nicht verloren gehe. Stattdessen habe OB Britz nur halbherzig Interesse an dem Projekt signalisiert und die Landesregierung wie einen Bittsteller abgebügelt. Anschließend wurde die Saarmesse GmbH durch die Stadt verstaatlicht und kurz darauf das Messegelände nach fast siebzig Jahren ausgemustert. Die Stadt als neue Besitzerin der Messe hatte es geschafft, das jahresbezogene Defizit binnen kürzester Zeit zu verfünffachen – und das bis zum heutigen Tage ohne Konzept!

„Und nun phantasiert Frau Britz ohne belastbare Daten zu Nutzung, Infrastruktur, Hotellerie und verkehrlicher Anbindung über einen Bau, der in das Stadtzentrum in Form von billigster Gebrauchsarchitektur an die Hafenstraße geklotzt würde“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Peter Strobel und weiter: „Das Ergebnis wäre nach den jetzigen Überlegungen wohl nicht nur eine Wellblechhütte statt des Johannes-Hoffmann-Platzes, sondern auch eine verkehrlich völlig überlastete City.“

Die CDU mache sich dafür stark, dass man endlich in konkrete Verhandlungen über die Finanzierung eintrete und danach über Architektur und die ideale Positionierung diskutiere. Die Menschen in dieser Stadt wollen anstelle abstrakter Spekulationen über Leitinvestitionen lieber Taten sehen, die sich zumindest in Richtung einer Wiedererrichtung eines Messe- und Kongresszentrums bewegen. „Vergleicht man das Engagement, mit dem anderer Städte und Kreise, die um Investitionen kämpfen, sind die Bemühungen der Stadt Saarbrücken eher passiv abwartend. Es kann doch nicht sein, dass Saarbrücken weiterhin unter der mangelhaften Kommunikation zwischen der OB und der Wirtschaftsministerin leidet“, so Sascha Zehner.

„Wenn die OB sagt, dass ‚Pläne in der Schublade liegen‘, dann soll sie diese aufmachen und die Diskussion breit eröffnen, anstatt immer nur zu fordern, das Land müsse das Projekt vorantreiben“, fordert Gabriele Herrmann.

„Die CDU hat seit vielen Jahren ein Messe- und Kongresszentrum als Leitinvestition unterstützt und fordert dies auch weiterhin. Umso mehr muss die Landeshauptstadt endlich ihre Rolle als Treiber dieses Projekts ausüben. Es wird immer offenkundiger, dass die Stadtspitze beim Thema Messe seit dem Kauf noch nie ein Konzept hatte“, so Peter Strobel, Gabriele Herrmann und Sascha Zehner abschließend.