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CDU-Stadtratsfraktion sieht viele offene Fragen bei geplanten Windkraftprojekten in Saarbrücken

„Momentan plant die Firma DunoAir, zwei Windparks in Saarbrücken zu errichten. Einerseits drei Anlagen im Stiftswald zwischen Klarenthal und der französischen Grenze, andererseits sechs Anlagen zwischen Burbach, Altenkessel und Riegelsberg, von denen vier auf Saarbrücker Gebiet liegen. Jede dieser Anlagen soll eine Höhe von 207 m haben. Die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion sieht die geplanten Anlagen kritisch, unter anderem auch, da noch viele Fragen offen sind“, so der Burbacher CDU-Stadtverordnete Andreas Neumüller, der auch Mitglied im Umwelt- und im Bauausschuss des Saarbrücker Stadtrates ist.

Der geplante Bau und Betrieb der Windräder hätte große Auswirkungen auf die Umgebung. So werde pro Windrad fast ein Hektar Waldfläche gerodet, als Ausgleich werde zwar wieder eine vergleichbare Fläche aufgeforstet – allerdings nicht in Saarbrücken, sondern weiter weg in Eppelborn. Hier müsse nachgebessert werden. „Auch die Zuwegung ist noch nicht abschließend geklärt. Dies ist vor allem wichtig, da pro Windrad jeweils fast 350 LKW- bzw. Schwertransporte notwendig sind und sich dadurch während der Bauphasen große Belastungen für die Anwohner an den Zufahrtsstrecken ergeben werden, ganz abgesehen von den Geräuschen nachher über Jahrzehnte während des Betriebs“, gibt Andreas Neumüller zu bedenken.

Die Waldgebiete um die geplanten Anlagen herum seien ökologisch wertvoll und Naherholungsgebiete für die Bewohner von Malstatt, Burbach und Altenkessel einerseits sowie Gersweiler und Klarenthal andererseits. Außerdem hätten die Windräder Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. „Vor diesem Hintergrund wundern wir uns, dass das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gefordert hat“, kritisiert Andreas Neumüller. Aufgrund der Neuregelungen beim EEG lohnten sich die Anlagen wohl nur noch, wenn sie auch in diesem Jahr noch genehmigt würden, denn ab nächstem Jahr sinken die Einspeisevergütungen. Dieser Zeitdruck für den Investor dürfe jedoch nicht dazu führen, dass weniger gründlich geprüft wird. Aufgrund dieser Tatsache stelle sich daher außerdem die Frage, ob die geplanten Anlagen an den beiden Standorten wirklich Sinn machten.

„Es ist wichtig, dass die Stadt und der Investor DunoAir jetzt zeitnah die betroffenen Bürger – auch auf französischer Seite – über die Planungen informieren, damit sie ihre Bedenken und Einwendungen vorbringen und diese auch noch berücksichtigt werden können. Der Planungs- und Genehmigungsprozess darf gerade bei Vorhaben mit solch großen Auswirkungen nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden“, fordert Andreas Neumüller abschließend.