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Verzicht aufs Glasdach Schifferstraße: Nicht vorschnell entscheiden!

„Wie schon so oft, kommen aus der Verwaltung Schnellschüsse, die dann ohne intensivere Diskussionen im Stadtrat verabschiedet werden sollen. Diesmal geht es um die Beerdigung eines städtebaulichen Highlights, dem Glasdach über der Schifferstraße“, kritisiert der baupolitische Sprecher der Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion, Hermann Hoffmann.

Zur Entscheidungsfindung sei es sinnvoll, sich einmal den bisherigen Ablauf anzuschauen. Im Rahmen der Planung des Großprojektes Stadtmitte am Fluss wurde die Berliner Promenade erneuert. Ufergasse und Schifferstraße wurden angehoben und als direkter Durchgang von der Bahnhofstraße zur Berliner Promenade gestaltet. Das ist gut gelungen. Als Abschluss stehe nun die Überdachung der Schifferstraße an. „340.000 Euro wurden bisher in die Planung und den Unterbau gesteckt. Und niemand kann nun überraschend festgestellt haben, dass ein Glasdach Reinigungskosten verursacht! Das wussten alle, Verwaltung und Ratsmitglieder“, erläutert Hermann Hoffmann. Das Glasdach sollte nicht nur Regenschutz sein, es war bewusst als städtebaulicher Kontrapunkt zur großen Freitreppe an der Wilhelm-Heinrich-Brücke gedacht. Freitreppe und Glasdach sollten die markanten, von weitem sichtbaren Gestaltungselemente der neuen Berliner Promenade werden.

Nun plötzlich treten OB Britz, Bürgermeister Latz und die SPD-Stadtratsfraktion als Sparkommissare auf. Diejenigen also, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Geld ohne Ende in der Stadt versenkt haben, siehe Saarmesse. „Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, wenn der SPD-Fraktionsvorsitzende nun anstelle des Daches einen hochwertigen Belag für die Bahnhofstraße fordert. Genau diesen, nämlich die Platten aus rotem Tupin, müssen wir nun nach 20 Jahren erneuern“, kritisiert Hermann Hoffmann. Damals seien von der SPD-geführten Stadtverwaltung und der SPD-Ratsmehrheit alle warnenden Stimmen beiseitegeschoben worden. Der rote Tupin kostete Millionen, seine Beseitigung und der Ersatz jetzt wieder Millionen.

„Jetzt sollen nach dem Willen von Verwaltung und SPD auch die 340.000 Euro Vorlaufkosten für das Glasdach ohne große Diskussion abgeschrieben werden. Die Verwaltung muss endlich eine langfristige und vor allem verbindliche Strategie zur Entwicklung der City vorlegen, anstatt dass immer nur kurzfristig Entscheidungen im Hauruckverfahren getroffen werden, die sich im Nachhinein dann oft noch als falsch herausstellen“, fordert Hermann Hoffmann abschließend.