Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Debatte um das Kulturdezernat: Große Chance vertan

„Der Vorschlag der Oberbürgermeisterin zur neuen Dezernatsaufteilung ist der wohl bisher eindeutigste Beleg dafür, dass im SPD-geführten Rathaus Sach- und Fachverstand als Kriterium zur Übernahme wichtiger Aufgaben keinerlei Rolle spielen – sondern einzig und allein das Parteibuch entscheidend ist. Frau Britz enttäuscht auf ganzer Linie und fügt sich in ihre Rolle als Erfüllungsgehilfin von SPD, Linken und Grünen“, so Peter Strobel, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Saarbrücker Stadtrat.

Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, Elke Masurek, ergänzt: „Es hat sich auch gezeigt, dass die Neuverteilung schon lange vorbereitet war. Die Kulturschaffenden wurden noch schnell zu einer Show-Veranstaltung der SPD eingeladen, um dann wenig später schamlos die – vorher schon vollendeten – Tatsachen zu präsentieren. Es ist genau dieser selbstgefällige und überhebliche Umgang mit Betroffenen, der einen Keil zwischen engagierte Bürger und Politik treibt!“

„Dabei wäre die Gelegenheit günstig gewesen, über die Saarbrücker Kulturpolitik und ihre Strukturen einmal in Ruhe zu diskutieren“, bedauert Peter Strobel. Die Landeshauptstadt habe ein breites kulturelles Angebot, der Regionalverband biete Sonntagskonzerte, Ausstellungen und vieles mehr, das Saarland bespiele die Landeshauptstadt mit Staatstheater, Museen, Rundfunkorchester – um nur wenige zu nennen. „Was ist mit der Freien Szene, mit privaten Veranstaltern, mit Musikfestspielen, Jazz-Syndikat oder Tamis? Wer koordiniert das Kulturangebot auf dem Boden der Landeshauptstadt und kümmert sich um die Kunst- und Kulturschaffenden? - Niemand!“, so Elke Masurek.

Man müsse doch die Frage beantworten: Wer bietet was, wer kümmert sich worum und wie werden öffentliche Mittel bestmöglich eingesetzt. Am Ende dieser Diskussion könne dann auch die Entscheidung stehen, wer das (hauptamtliche) Gesicht der Saarbrücker Kultur sei. „Die Diskussion um die Zukunft der Kultur in der Landeshauptstadt muss fortgeführt werden, stattdessen ergehen sich Oberbürgermeisterin Britz, ihre SPD und deren Koalitionspartner in parteipolitischem Kleinklein. – Es ist ein Jammer, wie provinziell diese Stadt geführt wird!“, bedauern Peter Strobel und Elke Masurek abschließend.