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Sicherung und Weiterentwicklung des Nebenzentrums Dudweiler

CDU will zukunftsweisendes Konzept für die Wirtschaftsentwicklung in den Außenbezirken

Vor dem Hintergrund der anstehenden Veränderungen in der Dudweiler Einkaufslandschaft tritt die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion für ein schlüssiges Gesamtkonzept ein. „Wir freuen uns, dass der Markendiscounter ‚Netto’ den Standort im Südraum Dudweilers nicht aufgibt, sondern an neuer Stelle erhalten bleibt“, erläutert der wirtschaftspolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Zehner. Gleichzeitig verbinde die CDU damit die Forderung, dass dauerhaft eine gute Nahverkehrsanbindung des neuen Standorts geschaffen wird. „Gerade in Dudweilers Süden leben viele ältere Menschen, aber auch Studierende. Diese sind besonders auf eine funktionierende Nahversorgung angewiesen, da sie oft ohne Auto auskommen müssen. Soziale Teilhabe bedeutet auch, eine Stadt der kurzen Wege zu schaffen.“ Hinzu komme, dass mit der parteiübergreifenden Entscheidung des Bezirksrates, einer moderaten Vergrößerung von „Aldi“ zuzustimmen, zwei wichtige Marksteine gesetzt sind, dass Dudweiler ein attraktiver Einkaufsstandort sei.

Echtes Nebenzentrum mit eigenem Charakter schaffen und stärken – nicht nur in Dudweiler
„Um Abwanderungen von Käufern in die Nachbarkommunen zu vermeiden, ist ein zentraler Baustein, dass wir parteiübergreifend anerkennen, dass die jetzige Situation in der Fußgängerzone unbefriedigend ist“, so Zehner. Auch außerhalb der Lieferzeiten trifft man dort mehr Autos als Fußgänger. Gerade hier brauchen wir eine zukunftsfähige Gesamtlösung statt des buchstäblich zum Flickenteppich verfallenen Eindrucks, den die Dudweiler Fußgängerzone stellenweise vermittelt.

„Die Landeshauptstadt muss halten, was wir alle, auch die Mehrheitsfraktionen, den Menschen versprochen haben: Ob Sonderstatus oder nicht, Dudweiler soll als eigener Stadtteil mit Zentrum stark und attraktiv sein.“ Im Idealfall, so betont Zehner, gelinge es ähnlich wie in der Saarbrücker Bahnhofstraße, dass an beiden Enden der Fußgängerzone starke Publikumsmagnete zu finden sind. Das sei mit dem Alten Markt schon teilweise gelungen, doch fehle ein zugkräftiges Unternehmen am gegenüberliegenden Ende der Fußgängerzone. Gemeinsam mit Ralf-Peter-Fritz, dem Chef der Dudweiler Bezirksratsfraktion der Union, unterstreicht er: „Damit sich das zukünftig bessert, müssen alle an einen Tisch, um auf lange Sicht die Attraktivität Dudweilers sicher zu stellen.“

„Dudweiler Modell“: Drei-Stufen-Plan zur Standortsicherung
„Wir werden im Haupt- und Wirtschaftsausschuss gemeinsam mit dem Bauausschuss nächste Woche über das Einzelhandels- und Zentrenmodell beraten. Es kann Grundlage sein, den Stadtteilkern auch in Dudweiler nachhaltig zu entwickeln“, erläutert Zehner. Die CDU werde für die Einrichtung einer ehrenamtlichen Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaftsförderung in den Außenbezirken“ werben, die neben der Verwaltung insbesondere die Gewerbe- und Verkehrsvereine, die Bezirksräte sowie Institutionen von lokaler Relevanz für Unternehmensgründung und -fortführung (z.B. die Immobilienbranche und lokale Banken) zusammenbringt. Als Einstieg und erste Stufe werde die CDU beantragen, eine für alle Bürger und Geschäftsleute offenes und auch ergebnisoffenes Hearing mit Politik und Verwaltung durchzuführen, das zum ersten Mal seit vielen Jahren im Wege des Dialogs alle Seiten an einen Tisch bringt. Es gilt, einen Maßnahmenkatalog zu entwerfen, der die Interessen von Bevölkerung, Investoren, Handel und Immobilienbesitzern ausbalancieren soll.

Im zweiten Schritt wolle die CDU die so verabredeten Maßnahmen priorisieren und an die Umsetzung gehen: „Wir müssen uns von der Selbstzensur freimachen und alles prüfen, ob Neugestaltung der Fußgängerzone, die Einführung einer Brötchentaste, Public-private-Partnership oder eine Verlagerung von Behörden in die Außenbezirke – Stillstand ist keine Lösung.“ Im dritten Schritt werde dann die gezielte Umsetzung der Projekte im Vordergrund stehen, von den Gesprächen mit Investoren und Wirtschaftsförderung bis zur kleinteiligen Einbeziehung der Anwohner.

Dieses dreistufige und auf Bürgerbeteiligung aufbauende Vorgehen muss zügig begonnen, sorgfältig begleitet und konsequent umgesetzt werden“, betonen Zehner und Fritz abschließend: „Die Konkurrenz wächst. Es ist an der Zeit, mit mutigen und zukunftsweisenden Entscheidungen Dudweiler als wichtiges und attraktives Nebenzentrum zu entwickeln und auszubauen. Statt der außerhalb der Kernstadt zum Verfall führenden zentralistischen Politik treten wir für eine lebendige Großstadt Saarbrücken als organische Einheit von Zentrum und Außenbezirken ein.“