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Gibt es in Saarbrücken eine Knöllchenindustrie?

Vor dem Hintergrund der Berichterstattung über angeblich aus „Versehen“ ausgestellte Knöllchen an Anwohner der Dellengartenstraße ist für die CDU Fraktion im Saarbrücker Stadtrat nun das Maß voll.

„Knöllchen an faktisch vorschriftsmäßig parkende Anwohner und dies auch noch wiederholt und nach entsprechenden Beschwerden. Der Vorgang riecht nach Abzocke und ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Was in Saarbrücken seit Anfang des Jahres um sich greift, ist eine echte Knöllchenindustrie. Der Vorgang zeigt, auch in reinen Wohngebieten sind immer häufiger die städtischen Mitarbeiter unterwegs, um gezielt Jagd auf Autofahrer zu machen. Gerade in engen Straßen ist ein vorschriftsmäßiges Parken oft unmöglich und so kann die Stadt sich dauerhafter Einnahmen gewiss sein, denn die Anwohner haben keine Alternativen“, so der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Saarbrücker Stadtrat, Uwe Conradt.

Er fordert die Stadt auf, Parkvergehen in Wohngebieten nach der „tatsächlichen Beeinträchtigung des fließenden Verkehrs und der Fußgänger“ zu ahnden. Dort wo Fußgänger und der Straßenverkehr gut aneinander vorbeikommen, sollte man sich mit der jahrelangen Praxis zufrieden geben. „Ich verlange auch Aufklärung um die tatsächlichen Umstände des Vorgangs in der Dellengartenstraße. Es ist sehr verwunderlich, warum die Stadt nicht auf die Anwohnerbeschwerden reagiert hat, sondern auch Wochen später noch Knöllchen verteilt hat. Außerdem muss geklärt werden, warum das fehlende Schild nicht umgehend wieder aufgehängt wurde. Ohne schlüssige Antworten bleibt hier der Verdacht, dass es vielleicht kein Versehen war, sondern die städtischen Mitarbeiter angewiesen wurden, die Situation zur Abzocke der Anwohner auszunutzen.“ Der CDU-Stadtverordnete hat für die Sitzung des Stadtrats eine entsprechende Anfrage eingereicht.