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Saarbahn-Verbindung nach Saargemünd gesichert

Forderungen nach Saarbahn-Ausbau bis Forbach unrealistisch

„Dass die Saarbahn-Verbindung nach Saargemünd bis Ende 2016 gesichert ist, ist eine gute Nachricht“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende im Saarbrücker Stadtrat, Peter Strobel. Die von der französischen Staatsbahn SNCF verlangte Erhöhung der Benutzungsgebühr für den rund 600 m langen Streckenabschnitt in Frankreich von bisher 42.000 Euro auf 233.000 Euro – also um über 450 % – wäre viel zuviel für die ohnehin defizitäre Saarbahn gewesen und hätte die Strecke ernsthaft in Gefahr gebracht.

Den jetzt gefundenen Kompromiss könne die Saarbahn wirtschaftlich gerade noch mittragen. Dieses Verhandlungsergebnis sei ein Erfolg für die deutsch-französische Kooperation, die ganze Sache zeige aber auch, wie fragil die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in manchen Bereichen immer noch sei. „Daher ist es höchst fragwürdig, wenn jetzt wieder die Weiterführung der Saarbahn bis nach Forbach ins Gespräch gebracht wird. Alleine der Bau dieser Strecke – die ja deutlich länger wäre wie der Streckenabschnitt nach Saargemünd – würde etliche Millionen kosten“, erläutert Peter Strobel.

Zudem werde nur ein geringes Fahrgastpotenzial vorhergesagt, die Verbindung würde sicher dunkelrote Zahlen schreiben. Dabei habe es die Saarbahn mit dem vorhandenen Defizit schon jetzt schwer genug. Das saarländische Wirtschaftsministerium sei vorsichtig, schließlich sei nicht einmal geklärt, ob die französische Seite etwas für den Bau und vor allem den Betrieb dieser Saarbahnlinie beisteuern würde. „Selbst dann wäre noch immer nicht ausgeschlossen, dass in ein paar Jahren neue Forderungen der SNCF das Aus für diese Linie bringen könnten. Die CDU-Fraktion bekennt sich unumwunden zur deutsch-französischen Freundschaft, dennoch kann man in so ein unsicheres Projekt nicht Millionen an Steuergeldern geben, ohne zu wissen, was am Ende dabei herauskommt“, so Peter Strobel abschließend.