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Saarbrücken muss auch weiterhin als Universitätsstadt wahrgenommen werden

„Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zum Hochschulstandort Saarland betreffen in erster Linie die Landeshauptstadt Saarbrücken. Es ist erfreulich, dass der Wissenschaftsrat alles im allem dem Wissenschaftsstandort Saarland ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt hat. Das Saarland und damit in erster Linie Saarbrücken ist ein sehr attraktiver Hochschulstandort. Der Wissenschaftsrat hat in seinen Empfehlungen selbst darauf hingewiesen, dass die finanzpolitischen Konsequenzen sorgfältig zu durchdenken und konkret zu berechnen sind, dies gilt es nun zu tun, um ein Gesamtbild zu erhalten. Die CDU hat vor diesem Hintergrund im Stadtrat eine Resolution mitgetragen, die das Land ersucht, bei den notwendigen Anpassungen das Fingerspitzengefühl zu wahren“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende im Saarbrücker Stadtrat, Peter Strobel.

Uwe Conradt, der stellvertretender Fraktionsvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion ist, hebt hervor, dass für Stadt und Land die Frage der Studierendenzahl auch massive Auswirkungen auf die Einnahmesituation hat: „Die Höhe der Zahlungen aus dem kommunalen Finanzausgleich und dem Länderfinanzausgleich hängt vor allem von der Einwohnerzahl ab. Für mich ist vor diesem Hintergrund noch offen, ob durch eine Aufgabe der Rechtswissenschaft oder eine massive Reduzierung der Studierendenzahl an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tatsächlich unterm Strich eine bedeutende Summe gespart werden kann.“

Auch auf das Bild von Saarbrücken als Universitätsstadt könnte die Reform der Universität Auswirkungen haben. „Eine massive Reduzierung von Studienplätzen würde das Bild von Saarbrücken als Universitätsstadt verändern. Die CDU will, dass Saarbrücken auch zukünftig als Universitätsstadt wahrgenommen wird. Die Hypothesen des Wissenschaftsrats sind auch vor diesem Hintergrund zu prüfen. Natürlich braucht das Land eine attraktive Spitzenforschung, jedoch müssen auch andere Interessen des Landes bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden, auch weil die Universität in viele Bereiche der Landesplanung integriert ist. Zu einer Universität des Saarlandes sollten unseres Erachtens auch Fächer gehören, die bei jungen Menschen sehr beliebt sind. Die hohe Nachfrage nach Studienplätzen im Bereich der Rechts- und Wirtschaftswissenschaft könnte auch als Beleg für die Attraktivität des Studiums in Saarbrücken und die Qualität der Lehre gewertet werden. Es sollte auch kein Nachteil sein, dass diese Studienplätze vergleichsweise günstig sind“, so Strobel und Conradt abschließend.