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CDU zum Bertha-Bruch-Tierheim: Die Landesregierung hilft – die Stadt lässt die Ehrenamtlichen im Regen stehen!

Vergangene Woche hat der saarländische Umweltminister Reinhold Jost das Saarbrücker Bertha-Bruch-Tierheim besucht und die Arbeit der Tierfreunde gelobt. Die Landesregierung hatte bereits rd. 65.000 Euro Fördermittel für Kleintierhaus-Neubau und neue Käfige zugesagt.

„Die Landeshauptstadt tut weiterhin so, als hätte sie mit dem Tierheim nichts zu tun“, ärgert sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Saarbrücker Stadtrat und tierschutzpolitische Sprecher der CDU im Landtag, Peter Strobel, über die Ignoranz im Rathaus.

Nachdem der Tierschutzverein nun das Kleintierhaus mit Hilfe des Landes bauen kann, fehlen für den Neubau des Hundehauses noch rd. 250.000 Euro; die gleiche Summe hat der Verein schon zusammengetragen. Auch bei der Landeshauptstadt hat er eine Förderung beantragt. In zwei Sitzungen des Stadtrats hatte die CDU entsprechende Anträge gestellt, jedoch konnten SPD, Linke und Grüne dem nicht zustimmen. Dazu sei an die Haltung der Oberbürgermeisterin erinnert: Oberbürgermeisterin Britz habe erklärt, der Tierschutzverein sei ein Verein wie jeder andere und könne keine Sonderbehandlung erfahren. Eine Förderzusage sei nicht möglich. Diese Argumentation machten sich dann auch die Fraktionen von SPD, Linken und Grünen zu Eigen.

Peter Strobel kann sich darüber nur wundern: „Der Tierschutzverein ist zunächst einmal kein Verein wie jeder andere, allein schon deshalb, weil er der Stadt eine Pflichtaufgabe abnimmt. Anstatt den Verein beim Zusammentragen notwendiger Unterlagen und Mittel zu unterstützen, macht man lieber der ehrenamtlichen Vereinsführung um Frau Mathis und Frau Best das Leben schwer.

Peter Strobel erinnert daran, dass die Aufgabe des Tierheims, in Bezug auf die Aufnahme von Fundtieren, eindeutig Pflichtaufgabe der Kommunen und damit der Landeshauptstadt ist, wie es auch der Landestierschutzbeauftragte, Dr. Hans- Friedrich Willimzik vergangene Woche nachdrücklich auf den Punkt gebracht hat.

Um auf den Boden der Tatsachen zu kommen, lohne sich ein Vergleich mit anderen Städten. Die Stadt Hagen habe z. B. für 2,7 Millionen Euro ein neues Tierheim gebaut, mit einem Kostenanteil für die Stadt von 1,25 Millionen Euro. Die Stadt Dresden gebe an Personal- und Sachkosten jährlich einen Betrag von rd. 545.000 Euro für ihr Tierheim aus, sie betreibe es selbst. „Die Landeshauptstadt Saarbrücken zahlt dem Tierschutzverein Saarbrücken, der das Tierheim in Eigenregie betreibt, für die Übernahme der Städtischen Aufgaben jährlich 35.000 Euro, das war`s – ein Schnäppchen! Würde die Stadt das selber machen, würde sie das jedes Jahr hunderttausende von Euro kosten.“

Es ist nicht nachvollziehbar, was Oberbürgermeisterin Britz und ihre Ratsmehrheit aus SPD, Linken und Grünen hier mit dem Tierschutzverein veranstalten. So kann man weder mit den Ehrenamtlichen, noch mit den ihnen anvertrauten Tieren umgehen. Die CDU- Fraktion wird jedenfalls auch in die diesjährigen Haushaltsberatungen einen Antrag zur Förderung der Baumaßnahme des Tierheims einbringen; mal sehen, ob die Stadt dann dem Vorbild des Landes folgt und endlich ihrer Verantwortung nachkommt.“