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Neues Parkleitsystem: Vorwärts nimmer, rückwärts immer!

Während man in vielen Städten moderne Technik nutze, um den Menschen die Parkplatzsuche zu erleichtern, wolle man in Saarbrücken nun genau das Gegenteil tun. „In den neunziger Jahren waren wir Vorreiter und installierten ein für damalige Verhältnisse modernes Parkleitsystem. Zweifelsfrei ist die vorhandene Technik mittlerweile alt, störungsanfällig und dadurch teuer. Muss das jedoch dazu führen, dass wir uns von der Zielsetzung verabschieden, Besucher der Stadt – und davon gibt es täglich Tausende – möglichst zielsicher in ein geeignetes freies Parkhaus oder auf einen Parkplatz hinzuführen?“, fragt Hermann Hoffmann, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion und ergänzt: „Die neuen Schilder sind zwar schön designt, das haben die HTW-Studentinnen ganz ordentlich gemacht. Aber sie zeigen noch nicht einmal an, ob es sich um ein Parkhaus oder einen Parkplatz handelt. Weniger geht wirklich nicht mehr.“

Während andere Städte aufrüsteten, ihre Leitsysteme optimierten und zusätzlich beispielsweise per Handy alle 5 Minuten aktualisierte Übersichten freier Parkplätze anzeigten, mache Saarbrücken eine Rolle rückwärts. Es würden neue Schilder aufgestellt. Das war`s! Standortmarketing vom Feinsten!

Man müsse an dieser Stelle erneut daran erinnern, dass QPark eine monopolartige Stellung in der Saarbrücker Parklandschaft besitze. QPark sei wohl verpflichtet, die Betriebskosten des alten Systems zu tragen. „Jetzt ist das Unternehmen offensichtlich fein raus, denn es fallen zukünftig wohl keine Betriebskosten mehr an. Die CDU-Fraktion hat, um dies zu klären, Akteneinsicht in die Verträge mit QPark beantragt", ergänzt Hermann Hoffmann. Und weiter: „In München hat die Stadtverwaltung vor Jahren monatelang mit den Parkhausbetreibern gestritten und verhandelt, bis diese sich zu einer Kostenübernahme verpflichtet haben. In Saarbrücken gehen die Uhren anders. Dort verteilt man an das Unternehmen, das die Parkpreise in der Stadt dominiert, weitere Geschenke.“

„Dass die Verwaltung die neuen Schilder bereits Stunden vor der Beratung und Beschlussfassung im Bauausschuss in einer Pressekonferenz vorstellte, ist ein zusätzlicher schwerer Affront gegenüber dem Stadtrat und seinen Ausschüssen“, kritisiert Hermann Hoffmann abschließend.

Ansprechpartner: Hermann Hoffmann