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CDU kritisiert Hauruckverfahren bei der Reduzierung von Kinderspielplätzen

Conradt und Schwindling: Viele Fragen offen

Die CDU Stadtratsfraktion lehnt die vorgelegte Planung der Stadtverwaltung ab, in Saarbrücken 13 Kinderspielplätze zu schließen. „In einem Hauruckverfahren will die rot-rot-grüne Ratsmehrheit in den Stadtteilen fest verankerte Standorte für Kinderspielplätze aufgeben. Wir fordern, dass ausreichend Zeit sein muss, um die Maßnahmen einzeln zu überprüfen und mit den Bürgern vor Ort in einen Dialog einzutreten. Deshalb haben wir uns dafür ausgesprochen, dass die Maßnahmen nicht in der Stadtratssitzung am kommenden Dienstag entschieden werden sollen, sondern erst im nächsten Sitzungsturnus im Juli“, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Uwe Conradt, und die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Anke Schwindling weiter: „Uns erreichen in den letzten Tagen massiv Beschwerden von Familien, die sich für den Erhalt der Kinderspielplätze bei sich einsetzen und die das Verhalten der rot-rot-grünen Ratsmehrheit als sehr bürgerfern empfinden. Mit diesen Bürgern möchten wir in einen Dialog treten, denn Politik darf nicht über die Köpf der Bürger hinwegregieren.“

Die CDU hatte im Bauausschuss und im Finanzausschuss darum gebeten, die Vorlage zu vertagen. Dieser Antrag wurde von der rot-rot-grünen Mehrheit abgelehnt. „Mehr als 400 Bürgerinnen und Bürger in Bischmisheim haben sich bei einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Kinderspielplatzes ‚Alter Mühlenweg’ ausgesprochen. Dieser wurde erst vor kurzen mit neuen Spielgeräten ausgestattet und soll nun geschlossen werden. In Altenkessel soll mit dem Spielplatz ‚Am Lumpenberg’ ein intakter Spielplatz wegfallen und die Kinder auf dem Kinderspielplatz am Coucy Platz spielen. An anderen Orten wird auf angedachte Neubauten von Spielplätzen verwiesen, die jedoch noch nicht existieren; abgeräumt werden sollen sie aber schon heute. Dieses Vorgehen wirft Fragen auf“, so Anke Schwindling.

„Gerade als junger Familienvater weiß ich, dass insbesondere für kleine Kinder der Verlust eines Spielplatzes der Verlust eines wichtigen Bezugspunkts ist, an dem man auch die Kinder aus dem unmittelbaren Wohnumfeld kennenlernen kann. Aber auch für Eltern von kleinen Kindern sind Spielplätze Kommunikationsräume, die gerade in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung haben. Es ist deshalb ein Gebot der Vernunft, hier sensibel vorzugehen“, ergänzt Uwe Conradt.
 
Die CDU erkennt vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der Haushaltslage an, dass es eine Reihe von Spielplätzen gibt, die aufgrund ihrer Ausstattung und der tatsächlichen Nutzung verzichtbar sind. Allerdings ist es durchaus möglich, dass in Stadtteilen, die eine eher ältere Bevölkerungsstruktur haben, und in denen heute keine Familien mit kleinen Kindern wohnen, schon in wenigen Jahren wieder vermehrt Familien mit Kindern wohnen.

Zudem ist es durchaus denkbar, dass sich in manchen Stadtteilen Bürger mehr in die aktive Pflege von Kinderspielplätzen und die Verbesserung der Ausstattung einbringen. „Als besonders positives Beispiel ist hier der Heimat- und Bürgerverein Scheidterberg zu nennen, der sich um den Kinderspielplatz auf dem Scheidterberg kümmert. Chancen für den Erhalt möglichst vieler Spielplätze sind gegeben, deshalb sollte die rot-rot-grüne Ratsmehrheit die Chance ergreifen und ebenso wie die CDU mit dem Bürger in den Dialog einsteigen“, so Uwe Conradt und Anke Schwindling abschließend.

Ansprechpartner: Uwe Conradt und Anke Schwindling