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Stadt ist sich ihrer Verantwortung für das Tierheim nicht bewusst!

„Die Haltung der Stadtverwaltung in Sachen Zuschuss für die Tierheimsanierung deutet langsam auf eine Wahrnehmungsstörung hin“, wundert sich der Fraktionsvorsitzende der CDU im Saarbrücker Stadtrat, Peter Strobel, über die Verlautbarungen aus dem Rathaus. Er erinnert daran, dass die Aufgaben des Tierheims, in Bezug auf die Aufnahme von Fundtieren, eindeutig Aufgaben der Kommunen und damit der Landeshauptstadt sind. „Um auf den Boden der Tatsachen zu kommen, lohne sich ein Vergleich mit anderen Städten. Die Stadt Hagen habe gerade für 2,7 Millionen Euro ein neues Tierheim gebaut, mit einem Kostenanteil für die Stadt von 1,25 Millionen Euro. Die Stadt Dresden gebe an Personal- und Sachkosten jährlich einen Betrag von rund 545.000 Euro für ihr Tierheim aus. „Die Landeshauptstadt Saarbrücken zahlt dem Tierschutzverein Saarbrücken, der das Tierheim in Eigenregie betreibt, für die Übernahme der städtischen Aufgaben jährlich 35.000 Euro, das war’s – ein Schnäppchen! Würde die Stadt das selber machen, würde sie das jedes Jahr Hunderttausende von Euro kosten.“

Nachdem der Tierschutzverein nun für geschätzte 750.000 Euro die Gebäude für Hunde und Kleintiere erneuern muss, hat er bei der Landeshauptstadt eine Förderung von 10.000 Euro beantragt. In den letzten beiden Sitzungen des Stadtrats konnten SPD, Linke und Grüne dem nicht zustimmen. Dazu erinnert der CDU Fraktionsvorsitzende an die Haltung der Oberbürgermeisterin: Oberbürgermeisterin Britz habe in der letzten Stadtratssitzung erklärt, der Tierschutzverein sei ein Verein wie jeder andere und könne keine Sonderbehandlung erfahren. Vor einer Förderzusage müssten detaillierte Unterlagen vorgelegt werden. Diese Argumentation machten sich dann auch SPD, Linke und Grüne zu Eigen.

Peter Strobel kann sich darüber nur wundern: „Der Tierschutzverein ist zunächst einmal kein Verein wie jeder andere, allein schon deshalb, weil er der Stadt eine Pflichtaufgabe abnimmt. Anstatt den Verein beim Zusammentragen der Unterlagen zu unterstützen, macht man lieber der ehrenamtlichen Vereinsführung um Frau Mathis das Leben schwer. Der Schuss geht im Übrigen nach hinten los!“

Wenn der Tierschutzverein behandelt werden solle, wie andere Vereine, beispielsweise Sportvereine, die neue Sportanlagen bauen, werde die Sache für die Stadt erst so richtig teuer. Nach einer aktuellen Berechnung des Sportdezernenten fördert die Stadt solche Maßnahmen mit rund 43 Prozent der Gesamtkosten. Übertragen auf das Tierheim bedeutete dies einen Förderanteil von rund 320.000 Euro, der auf die Landeshauptstadt entfalle.

Dazu Peter Strobel: „Ich kann dem Verein nur raten, diese Förderung auch genau so zu beantragen. Im Sinne einer Gleichbehandlung wäre das nur konsequent. Es ist nicht nachvollziehbar, was Oberbürgermeisterin und Ratsmehrheit aus SPD, Linken und Grünen hier mit dem Tierschutzverein veranstalten. So kann man mit den Ehrenamtlichen jedenfalls nicht umgehen.“

Ansprechpartner: Peter Strobel