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CDU-Fraktion begrüßt Einigung mit Schwimmvereinen

„Die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion begrüßt die Einigung der Stadt mit den Saarbrücker Schwimmvereinen über die Trainingszeiten im Calypso-Bad“, so der Fraktionsvorsitzende Peter Strobel. Diese Einigung sehe vor, dass die Vereine auch im nächsten Jahr das Calypso im bisherigen Umfang für ihren Trainingsbetrieb nutzen könnten. „Damit haben die Vereine wenigstens für das nächste Jahr Planungssicherheit, somit wurde das Aus für die Vereine vorerst abgewendet. Denn viele Vereine hatten wegen der unklaren Trainingssituation mit Austritten zu kämpfen“, so Peter Strobel weiter.

Wo Licht ist, ist aber auch Schatten. Denn zur Lösung des Problems werde wieder einmal der einfachste Weg gewählt: Der Betreiber des Calypso erhalte von der Stadt mehr Geld, über 130.000 Euro pro Jahr – und dies, obwohl der Calypso-Betreiber indirekt von der Stadt schon 700.000 Euro pro Jahr erhalte, damit dort Schwimmsport stattfinden könne.

„Das alles macht deutlich, dass Finanzdezernent Ralf Latz die neuen Calypso-Verträge schlecht verhandelt hat und dass sein Verhandlungsgeschick nicht mehr ist als eine Augenwischerei. Denn die Einsparungen, die er mit diesen Verträgen angeblich erreicht hat, werden jetzt von den Ausgaben für die zusätzlichen Schwimmzeiten wieder aufgefressen. Dadurch wird jetzt endgültig klar, dass die angeblichen Einsparungen von Anfang an nur zu Lasten der Vereine und des Schulschwimmens gingen“, kritisiert Peter Strobel.

Es habe sich aber auch sehr deutlich gezeigt, dass der eigentlich zuständige Sportdezernent Schindel mit seiner Aufgabe vollkommen überfordert ist. Er habe es nicht geschafft, eine Lösung mit den Vereinen zu finden und habe sich um unangenehme Gespräche gedrückt. So blieb Oberbürgermeisterin Britz nichts anderes übrig, als ihm diese Aufgabe zu entziehen. „Sie ist zwar auch nur den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und bezahlt halt die Forderung der Calypso-Betreiber, aber es gibt wenigstens ein Ergebnis“, stellt Peter Strobel fest.

Die Vorgänge um die Calypso-Verträge und die Verhandlungen mit den Schwimmvereinen werfen doch zwangsläufig die Frage nach der Notwendigkeit von Dezernenten auf. Ist eine Dezernentin oder ein Dezernent Experte in seinem Fach, wie es bei Frau Dr. Wandel-Hoefer zweifellos der Fall ist, und die Stadt profitiere davon, stelle sich diese Frage nicht; handele es sich aber um rein politische Alimentierungen, wie bei Latz und Schindel, würde man besser auf diese kostenintensive politische Verwaltungsebene verzichten. Die Fachleute in den Ämtern machen auch ohne politische Vorgaben eine gute Arbeit.

Neben den Schwimmvereinen wird auch die städtische Tochter KBS, die Eigentümerin des Calypso und der städtischen Parkplätze ist, zur Kasse gebeten. Die KBS müsse 100.000 Euro einsparen, was letztendlich nur bedeuten könne, dass die städtischen Parkgebühren wieder mal erhöht werden. Und den Schwimmvereinen bleibe nichts anderes übrig, als zähneknirschend eine Gebührenerhöhung von über 60 Prozent für die Nutzung der Bahnen zu bezahlen. „Die Alternative wäre das Aus für die Vereine gewesen. So aber werden die Vereine zwangsläufig die Mitgliedsbeiträge für ihre meist jugendlichen Mitglieder erhöhen müssen“, so Peter Strobel abschließend.

Ansprechpartner: Peter Strobel