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Gegner des interkulturellen Frauenschwimmens nicht verunglimpfen

Die CDU-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat verurteilt, dass die Gegner des interkulturellen Frauenschwimmens vorschnell in die rechtsradikale Ecke gedrängt oder als frauenfeindlich diffamiert werden. So sei etwa die Behauptung des DAJC, die Bürgerinnen und Bürger in Altenkessel wollten ihr Schwimmbad nicht mit den „vermeintlich fremden Frauen“ teilen, eine plumpe Unterstellung und eine nicht hinzunehmende Verdrehung von Tatsachen. Noch nie habe sich jemand in Altenkessel darüber beschwert, dass Frauen ganz unterschiedlicher Herkunft während der normalen Öffnungszeiten das Alsbachbad besuchen. Auch seien noch nirgends hörbare Klagen über ein Frauenschwimmen bekannt geworden, wie es in zahlreichen Schwimmbädern angeboten wird. „Unmut regt sich vielmehr wegen des Eindrucks, dass hier unter dem Siegel des Interkulturellen islam-konforme Sonderregelungen für muslimische Frauen eingeführt werden sollen. Und das ist etwas ganz anderes. Das ist weder fremden- noch frauenfeindlich“, so der integrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Michael Jung.
 
Darüber aber solle die Oberbürgermeisterin nun endlich Klarheit schaffen und eindeutig Farbe bekennen. Handelt es sich um ein ganz normales Frauenschwimmen, sei dagegen nichts einzuwenden. Nur frage man sich, wozu dann der ganze Zirkus mit Sichtschutz und interkultureller Überhöhung gut sein soll. Oder handelt es sich doch um eine Art von Frauenschwimmen, die den strengen Glaubensvorschriften eines orthodoxen Islam Rechnung trägt? „Dann“, so Jung, „hat das weder etwas mit Integration noch mit Frauenrechten zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil. Denn orthodox-religiöse Ehemänner und Familienväter können nun ihre Frauen und Töchter auf das islam-konforme Frauenschwimmen verweisen, wenn diese ins Schwimmbad wollen, und ihnen damit umso leichter den Besuch eines für alle offenen Schwimmbads untersagen. Man trägt also dazu bei, jene archaischen und frauenfeindlichen Familienstrukturen zu zementieren, gegen die Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer, Necla Kelek und Seyran Ates zu Recht seit langem zu Felde ziehen.“

Ansprechpartner: Dr. Michael Jung