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„Integration von Zuwanderern zwischen Anspruch und Wirklichkeit“: Maria Böhmer zu Gast bei der CDU-Stadtratsfraktion Saarbrücken

Auf Einladung der Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion war Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, am Sonntag zu Gast im Rathausfestsaal. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse, auch bei Vertretern von Migrantenorganisationen.

Böhmer machte in ihrer Rede, in deren Anschluss sich noch eine rege Diskussion entwickelte, deutlich, dass die aktuelle Integrationsdebatte zu sehr von Pauschalisierungen geprägt sei und so ein Zerrbild entstehe. Die Erfolge bei der Integration müssten ebenso wie die Probleme benannt werden.

Als zentralen Schlüssel für das Gelingen der Integration sieht Böhmer das Erlernen der deutschen Sprache. Dafür müsse es entsprechende Angebote geben, die die Migranten aber auch annehmen müssten, und Kinder müssten die deutsche Sprache schon vor dem Grundschulbesuch beherrschen. Auch müssten sich die Zuwanderer an die in Deutschland geltenden Werte und Gesetze halten.

Ebenfalls als wichtig sieht Böhmer die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen an, ein entsprechendes Gesetz befinde sich derzeit zur Beratung im Bundestag. Gerade im Hinblick auf den drohenden Fachkräftemangel sei es unabdingbar, diese Potenziale in unserer Gesellschaft zu nutzen. Hier habe vor allem das Saarland schon eine Vorreiterrolle übernommen.

Ebenso wie Peter Strobel, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat und OB-Kandidat der Saarbrücker CDU, sprach sich Böhmer gegen ein kommunales Wahlrecht für Nicht-EU-Ausländer aus. Ziel einer gelungenen Integration müsse der Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft sein, hier könne man aber durchaus über Erleichterungen, beispielsweise bei der Aufenthaltsdauer, reden. Peter Strobel machte auch deutlich, dass die Integration von Zuwanderern in Saarbrücken auf einem guten Weg sei. So wurde beispielsweise noch unter der CDU-Ratsmehrheit eine Stabsstelle für Integration, das heutige Zuwanderungs- und Integrationsbüro (ZIB), bei der Stadtverwaltung als zentrale Stelle errichtet. Auch die Gemeinwesen- und Kinderarmutsprojekte, die damals auf den Weg gebracht wurden, leisteten hier einen wertvollen Beitrag.

Ansprechpartner: Peter Strobel