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Kauf der Saarmesse durch die Landeshauptstadt Saarbrücken ohne weitergehendes Konzept ist riskant!

Peter Strobel: Saarbrücker Verwaltungsspitze übt sich in strukturpolitischem Laientheater

„Die Landeshauptstadt ist wieder einmal auf dem besten Weg, sich in ein finanzielles Abenteuer zu manövrieren“, stellt Peter Strobel, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Saarbrücker Stadtrat und OB-Kandidat, in Bezug auf die Saarmesse fest. „Fakt ist: Oberbürgermeisterin Britz und ihr Stellvertreter Latz haben über Wochen und Monate öffentlich Druck auf die Eigentümer der Saarmesse GmbH zur Auflösung des Messevertrags aufbauen lassen. Ein inhaltliches Konzept, wie es mit der Messe weitergehen soll, haben beide freilich nicht vorgelegt. Das ist strukturpolitisches Laientheater.“ Dass die Betreiberstruktur verändert werden müsse, um der Messe eine Zukunft zu gewährleisten, darüber herrsche weitgehend Einigkeit unter den Ratsmitgliedern; mehr als die Aufzählung von Möglichkeiten sei aber bis dato von der Stadtführung nicht vorgelegt worden.

Die Zukunft der Messe könne nur in der Verbindung von Messe- und Kongressgeschäft liegen, bringt Peter Strobel seine Vorstellungen auf den Punkt. Dazu sei ein abgestimmtes Verfahren mit der CCS notwendig, außer einem informellen Gespräch habe es aber hier noch keine weitergehenden Kontakte gegeben.

„Was bringt es denn der Stadt, wenn sie für rund 7 Millionen Euro – natürlich schuldenfinanziert – die Saarmesse GmbH erwirbt, ohne dass es im Rathaus eine konkrete Vorstellung gibt, was dann mit ihr passieren soll. Wir verschließen uns keiner konstruktiven Lösung, aber es muss erst ein tragfähiges Konzept her. Die Beschäftigten der Messe und die Kunden brauchen Planungssicherheit. Dabei setzten wir auf das eingesetzte Projektsteuerungsteam um Herrn Hirschhäuser. Die Arbeit dieses Teams wird aber nachhaltig untergraben, wenn durch die Verwaltung öffentlich jede Verhandlungsoption diskutiert wird“, so Peter Strobel weiter.

Die Veranstaltung von Messen habe eine wichtige strukturpolitische Bedeutung, und das nicht nur für die Stadt, sondern auch für Land und Region. Die Frage Messe biete eine gute Gelegenheit zu dokumentieren, ob Saarbrücken –  unter der derzeitigen Führung – seine Rolle als Landeshauptstadt ausfüllen könne. Mit Blick auf bestehende Verträge zwischen der Messe und ihren Kunden seien in der Saarbrücker Verwaltungsspitze mehr Ernsthaftigkeit und mehr Professionalität gefragt, es gehe hier schließlich nicht um die Organisation einer Kirmes.

„Erst die konzeptionellen und dann die finanziellen Entscheidungen treffen, das ist die richtige Reihenfolge. Das bloße Aufkaufen der Messegesellschaft kann für die Landeshauptstadt mehr Last als Nutzen bedeuten und problematische Gesellschaften hat die Stadt schon jetzt genügend in ihrem Portfolio“, warnt Peter Strobel vor einem Schnellschuss.

Ansprechpartner: Peter Strobel