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Franzenbrunnen - bitte keine ideologisch motivierten Experimente!

„Wer Saarbrücken für den Zuzug von Menschen interessanter machen will, sollte auf Extremexperimente tunlichst verzichten“, fordert Peter Strobel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Saarbrücker Stadtrat, und bemerkt dazu weiter: „Unsere Stadt ist beileibe nicht in der komfortablen Situation wie Freiburg. Dort wächst die Bevölkerung seit Jahren kontinuierlich, die Breisgaumetropole boomt. Wir wagen uns mit der angedachten Bebauung des Franzenbrunnenterrains schon weit, denn ein Baugebiet solcher Bedeutung wurde seit Jahrzehnten nicht mehr angegangen. Dabei kann das Projekt Impulsgeber für die Entwicklung Saarbrückens werden. Wir müssen jedoch mit Vernunft und Augenmaß herangehen und uns nach der Nachfrage richten – und Nachfrage gibt es in allererster Linie für vernünftig große Grundstücke zur Bebauung mit einem Einfamilienhaus, natürlich mit PKW-Stellplatz, Carport oder Garage.“

Hermann Hoffmann, der baupolitische Sprecher, ergänzt: „Die Wünsche der Menschen, die sich für den Franzenbrunnen interessieren, sind zu berücksichtigen. Ebenso muss den Anliegen der bisherigen Anwohner Gehör geschenkt werden. Die CDU hat genau aus diesen Gründen im Bauausschuss die Beteiligung der Bürger beantragt und auch ein Planungsverfahren durchgesetzt.“

Die CDU-Stadtratsfraktion fordert für das neue Wohngebiet folgende Kriterien:

  1. Eine maßvoll verdichtete, qualitativ ansprechende und energetisch optimierte Bebauung.
  2. Hohe Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, die nicht nur den künftigen Franzenbrunnen-Anwohnern zugute kommen darf.
  3. Erhalt des Franzenbrunnens und alter Wegebeziehungen.
  4. Durchgangsverkehr muss vermieden werden.
  5. Ausbau der ÖPNV-Anbindung.
  6. Ausbau des Radwegenetzes zur Innenstadt.
  7. Ausreichend Parkplätze auf den Grundstücken, wenige im öffentlichen Raum.

Der ADFC war wie andere Organisationen und interessierte Bürgerinnen und Bürger Teilnehmer der 1. Perspektivwerkstatt zum Franzenbrunnen, vertreten durch Herrn Messerschmidt. Die Ergebnisse der Werkstatt waren eindeutig: Nur eine Minderheit kann sich ein total autofreies Wohngebiet vorstellen. Die meisten Teilnehmer wollen ausreichend Parkraum auf eigenen Grundstücken. Und das ist auch gut so. Der ADFC ist für seine autokritische, manchmal feindliche Haltung bekannt. Hermann Hoffmann fordert: „Der ADFC und Herr Messerschmidt müssen sich hier den demokratischen Gepflogenheiten stellen und akzeptieren, was die Menschen wollen.“

„In der Stadtentwicklung, Quartiersplanung und auch in der Verkehrspolitik muss man langfristig denken. Die Bedürfnisse der Menschen ändern sich über die Jahre. Familien ohne Kinder haben zumindest teilweise andere Anforderungen an ein Wohngebiet, wie Familien mit Kindern. Werden Menschen älter, ändern sich ihre Bedürfnisse erneut. Wer jetzt noch mit dem Rad unterwegs ist, ist vielleicht in 10 Jahren froh, wenn er wegen z.B. einer eingeschränkten Gehfähigkeit mit dem PKW bis zu seinem Grundstück fahren kann. Darauf muss die Planung Rücksicht nehmen. Warum sollen nicht in 10 Jahren schadstoffarme Elektroautos Normalität sein? Ideologisch begründete Bevormundung, wie sie von Herrn Messerschmidt und auch den Grünen kommt, sollten wir uns im Sinne einer chancenreichen Entwicklung des Franzenbrunnnens und der Stadt schenken“, so Peter Strobel und Hermann Hoffmann abschließend.

Ansprechpartner: Peter Strobel und Hermann Hoffmann