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Ja zu Integration – aber nicht durch Ausgrenzung

„Die Saarbrücker CDU-Stadtratsfraktion begrüßt ausdrücklich die Bemühungen, des Zuwanderungs- und Integrationsbüros der Landeshauptstadt, muslimischen Frauen den Besuch eines städtischen Schwimmbades zu erleichtern“, teilen der Vorsitzende Peter Strobel und der Altenkesseler Stadtverordnete Gerd Hirschmann mit.

Unter Berücksichtigung traditioneller und religiöser Gebote sei es auch notwendig, gegenseitig einen Schritt aufeinander zuzugehen. Die alle 14 Tage temporär auf drei Stunden begrenzte Reservierung eines Bades ausschließlich nur für Frauen und Kinder sei grundsätzlich vertretbar. Was aber jetzt angedacht ist, sei zwar gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht, so die beiden Christdemokraten.

Peter Strobel: „Ausgesprochen unsensibel ist es, gerade einen Samstag zum interkulturellen Damen-Badetag zu erklären; ist es doch jüdischen Frauen aus religiösen Gründen nicht gestattet am Sabbat ein Schwimmbad zu besuchen. Und wenn man schon ein interkulturelles, das heißt auch ein interreligiöses Angebot macht, dann muss es auch wirklich für alle offen sein.“

„Unglücklich ist auch, dass ausgerechnet am Wochenende, wenn Familien die Gelegenheit ergreifen möchten, gemeinsam schwimmen zu gehen, das Alsbachbad alle 14 Tage nachmittags für diesen Besucherkreis geschlossen ist“, ergänzt der sportpolitische Sprecher der Fraktion, Gerd Hirschmann. Ein schwach frequentierter Wochentag, spätnachmittags oder abends, böte sich für einen solchen Versuch an. Das interkulturelle Damen-Schwimmen sei diesen Versuch wert, es könne aber nur ein Instrument zum Abbau von Schwellenängsten sein.

Dazu Peter Strobel abschließend: „Die eigentliche Integrationsleistung besteht doch darin, dass dieses interkulturelle Baden dazu führt, dass Familien, somit Frauen, Kinder und Männer, unbenommen ihrer Religion oder Herkunft, die Bäder zukünftig zu den allgemeinen Öffnungszeiten gemeinsam besuchen. Es ist eine Errungenschaft der modernen europäischen Kultur, die strikte Geschlechtertrennung überwunden zu haben. Nicht die Assimilation, aber die Akzeptanz unserer Regeln und Wertvorstellungen bildet die Basis für eine gelungene Integration. Zu diesen Regeln gehört, dass es in öffentlichen Schwimmbädern normalerweise keine Geschlechtertrennung gibt.“

Ansprechpartner: Peter Strobel und Gerd Hirschmann