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Kohleasche im Wertstoffhof abgeben? Vorschlag der Grünen-Stadtratsfraktion ist weltfremd

„Ausgerechnet die Partei der Grünen, die die Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger am liebsten auf die Fahrräder oder in die öffentlichen Verkehrsmittel zwingen würde, begeistert sich für die zukünftig eventuell angebotene Möglichkeit, Kohleasche kostenlos – aber eigenhändig – in den beiden Saarbrücker Wertstoffhöfen abliefern zu können, als gerechte und soziale Lösung für Bürger, die nach wie vor auf Kohleöfen angewiesen sind“, kritisiert Volker Krämer, Sprecher der CDU-Fraktion im zuständigen Werksausschuss ZKE, den entsprechenden Vorschlag der Grünen und fragt: „Wie hat man sich das vorzustellen, da die betroffenen meist älteren Mitbürger oftmals nicht oder nicht mehr motorisiert sind? Etwa dass man seine Asche alle zwei bis drei Tage – und das auch noch im Winter, denn da wird normalerweise am meisten geheizt, in Nylontüten zu Fuß oder per Bus zum Wertstoffhof bringt?“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Strobel ergänzt: „Ein solcher Vorschlag ist ein Schlag ins Gesicht vieler Rentnerinnen und Rentner, die mit ihrer harten Arbeit früher an dem wirtschaftlichen Erfolg nicht nur des Saarlandes, sondern auch der Bundesrepublik nachhaltig mitgearbeitet haben. Ihnen stehen die sozialen Vergünstigungen von Kohledeputatleistungen zu Recht zu und es ist schließlich nicht ihre Schuld, wenn sie sich aufgrund knapper Renten heute einen Umstieg auf Erdgas, Fernwärme oder sonstige alternativen Energieträger nicht leisten können.“ Auch in diesem Fall habe die Verwaltung, die – ebenso wie die rot-rot-grüne Stadtratskoalition – dieses Müllfiasko verursacht hat, monatelang geschlafen. Denn all diese Probleme seien seit über einem Jahr bekannt und wurden trotzdem ignoriert.

„Die CDU-Fraktion fordert, Schluss zu machen mit dieser ewigen Flickschusterei und endlich ein vernünftiges Gesamtkonzept für die Müllentsorgung vorzulegen, das seine Namen verdient und allen Bedürfnissen, insbesondere den sozialen Erfordernissen, vernünftig Rechnung trägt. Und speziell im Falle der Kohleasche fordern wir als CDU-Fraktion die ZKE-Werkleitung auf, nachzubessern und zügig eine angemessene Lösung für dieses Problem auf den Tisch zu legen“, so Volker Krämer abschließend.

Ansprechpartner: Peter Strobel und Dr. Volker Krämer