Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Prostitutionsverbot: Stadt muss handeln

Vor knapp vier Jahren war die stark zunehmende Straßenprostitution ein großes Thema in Saarbrücken. Mittlerweile konnte sie zwar reduziert werden, aber noch immer stehen spätabends in einigen Haupteinfallstraßen, wie dem Deutschmühlental oder der Dudweiler Landstraße, die Prostituierten in Erwartung der Freier. Das ist nicht nur unwürdig für die betroffenen Frauen, sondern sorgt auch für viele unangenehme Begleiterscheinungen und beeinträchtigt das Renommee der Stadt erheblich.
Anfang Februar ist nun die neue Prostitutionsverbots-Verordnung des Landes in Kraft getreten, mit der die Kommunen die Prostitution in ihrem Gebiet weitestgehend eindämmen können.
In Kommunen bis 50.000 Einwohner ist nun die Straßenprostitution verboten, Städte über 50.000 Einwohner – wie Saarbrücken – können sie durch eigene Verordnung in ihrem Gebiet verbieten. Bis 30.000 Einwohner ist die Prostitution sogar komplett verboten, also auch in Bordellen. Größere Städte können sie in Teilen ihres Gebietes, den sog. „Sperrbezirken“ verbieten. Zuständig für die Verbote ist jeweils der Oberbürgermeister.
Jetzt gibt es für Saarbrücken endlich die Möglichkeit, die Straßenprostitution komplett zu verbieten und die übrige Prostitution soweit wie möglich einzuschränken. OB Britz kann jetzt zum Wohle der Stadt die vom Land gegebenen Möglichkeiten schnellstmöglich und weitestgehend ausschöpfen.