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DB Schenker an den Flughafen?

Die Spedition DB Schenker plant, ihren Standort von Güdingen an den Saarbrücker Flughafen zu verlagern. Dort soll eine Güterumschlagstelle, ein sog. „Hub“, für Südwesteuropa errichtet werden. Diese Pläne sind aus gutem Grund umstritten.
So stellt sich die Frage, welchen Sinn ein Güterumschlagplatz fernab der Autobahn überhaupt macht. Die Nähe zum Flughafen kann kein Argument sein, denn Luftfracht spielt dort keine Rolle. Einen Anschluss ans Schienennetz gibt es auch nicht. Also wird der Umschlagplatz nur über LKWs versorgt, das bedeutet pro Tag rund 700 zusätzliche LKW-Fahrten. Die Anbindung von und zur A6 erfolgt über die Staffel und die Heringsmühle. Wenn man an die Zustände während der Sperrung der Fechinger Talbrücke zurückdenkt, wird recht schnell klar, dass die L108 diesen Verkehr nicht aufnehmen kann. Es bräuchte also eine verkehrliche Alternative, wie eine direkte Verbindung von und zur A6, diese ist aber derzeit nicht in Sicht.
Wenn man dann auch noch eine Betrachtung anstellt, was uns der Hub bringt, wird die Bilanz deutlich negativ: Es kommt mehr Verkehrslast; was nicht kommt, sind neue Arbeitsplätze in nennenswerter Größe und DB Schenker zahlt weder in Saarbrücken noch im Saarland Steuern. Für die wertvolle Gewerbefläche am Flughafen müssen also andere Ansiedlungen geprüft werden, bei denen Aufwand und Ertrag in einem besseren Verhältnis stehen.