Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Schlecht durchdacht

In den nächsten Wochen will die Saarbrücker Stadtverwaltung in einigen Hauptverkehrsstraßen neue Tempo 30-Beschränkungen einführen. Diese sollen eigentlich der Lärmreduzierung und damit dem Schutz der Anwohner dienen, was wir grundsätzlich für richtig halten. Aber die geplanten Maßnahmen sind schlecht durchdacht und können sogar kontraproduktiv sein.
Denn die neuen Beschränkungen sind nicht mit der städtischen Nahverkehrsgesellschaft Saarbahn abgestimmt. So ist beispielsweise die Linie 107, eine der zentralen Buslinien in der Innenstadt, von zwei zusätzlichen Tempo 30-Beschränkungen betroffen, sowohl in der Metzer Straße als auch in der Richard-Wagner-Straße. Dabei ist diese Linie eng getaktet und hat bereits jetzt regelmäßig mit Verspätungen zu kämpfen. Deshalb ist es ärgerlich, wenn die Saarbahn nicht in die Planungen einbezogen wurde. Ob das mal gut geht?
Es ist nicht auszuschließen, dass durch die neuen Beschränkungen und die daraus resultierenden Verspätungen der ÖPNV unattraktiver wird, weniger Menschen in den ÖPNV umsteigen oder sogar entnervt anstatt der Busse wieder das Auto benutzen. Dann fahren durch die lärmbelasteten Straßen noch mehr Autos, was die Belastung noch weiter erhöht. Diese schlecht vorbereitete Aktion der Stadtverwaltung könnte am Ende vielleicht niemandem helfen – weder den Anwohnern, noch den ÖPNV-Nutzern oder den Autofahrern.