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Wo ist die Verbesserung?

Die Straßenprostitution in Saarbrücken hat ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Vor allem an vier Stellen im Stadtgebiet hat sich der Straßenstrich ungehindert „etabliert“: Dudweiler Landstraße, Hochstraße, Dr.-Vogeler-Straße sowie am Sozialprojekt „Le Trottoir“. Dies hat zu vielen berechtigten Beschwerden von Bürgerinnen und Bürger über die damit verbundenen Auswüchse geführt, deshalb haben wir die Führungen von Stadt und Land aufgefordert, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
OB Britz wollte eine weitestgehende Eindämmung der Straßenprostitution erreichen. Was ist davon übrig geblieben?
Nun, letzte Woche hat die Oberbürgermeisterin ihre Ideen vorgestellt. Das Ergebnis ist mehr als enttäuschend, in der öffentlichen Wahrnehmung wird sich nichts ändern. Saarbrücken wird zwar zum Sperrgebiet erklärt, Straßenprostitution ist also im Stadtgebiet verboten, aber ausgerechnet an den vier bisherigen Schwerpunkten ist sie weiterhin erlaubt. Wo ist da die Verbesserung?
Und worin besteht die Eignung der Standorte? Einer liegt am Saarbrücker Hauptfriedhof, ein anderer nahezu in Sichtweite der früheren Tosa-Klause und der dritte in der Dudweiler Landstraße vor einer Diskothek, wo sich abends viele Jugendliche aufhalten. Ein Abschnitt sollte zudem vor einem Frauenhaus liegen, in dem unter anderem junge Mädchen und auch Opfer von Zwangsprostitution Zuflucht finden. Da wurde unsauber gearbeitet, OB Britz musste hektisch nachbessern. Das zeigt, dass hier Öffentlichkeitsarbeit vor Gründlichkeit geht. Zumindest eines ist damit erreicht: Saarbrücken läuft damit in der internationalen Presse als europäische Hauptstadt der Prostitution – dieses Image wollen wir nicht!