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Knöllchenflut

Wurden Sie auch schon von der Knöllchenflut erwischt, die derzeit in Saarbrücken um sich greift? Seit Anfang des Jahres werden die Autofahrer verstärkt zur Kasse gebeten. Die Stadtverwaltung verfolgt hier völlig falsche Ziele. Dies zeigt sich besonders darin, dass auch Handwerker und Dienstleister Strafzettel bekommen, die ganz offensichtlich dabei sind, ihre Aufträge zu erfüllen und mangels akzeptabler Alternativen auf Anwohnerparkplätzen halten müssen.
Dass Kontrolle notwendig ist und Knöllchen bei Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer angebracht sind, ist ja unbestritten, aber als reine Einnahmequelle für einen maroden Stadthaushalt ist die Abzocke der Autofahrer ausgesprochen unangebracht. Diejenigen, die mit dem Auto zum Einkaufen in die Stadt kommen, werden auch noch dafür bestraft, dass sie in Saarbrücken für Umsatz sorgen, entweder durch astronomische Parkgebühren oder eben durch unangemessenes Knöllchenverteilen.
Dies alles zeigt, wie vermurkst die Saarbrücker Verkehrs- und Parkpolitik ist. Aus purer Ideologie wird das Auto verteufelt, aber gleichzeitig wird nicht für ein attraktives ÖPNV-Angebot inklusive Park-and-Ride-Parkplätzen gesorgt. Genügend stadtnah gelegene Parkplätze, von denen auswärtige Besucher mit Bus und Saarbahn günstig in die Stadt fahren könnten, gibt es ja. Aber die Stadtverwaltung inklusive dem für den ÖPNV zuständigen grünen Umweltdezernent verschlafen dieses Thema seit Jahren konsequent.
Beim ÖPNV gibt es also viel zu tun. Aber nicht alle Ideen sind sinnvoll oder lassen sich umsetzen, wie z.B. die Idee der Piraten zum sogenannten „fahrscheinlosen ÖPNV“ oder kurz „ÖPNV für lau“. Das ist nun wirklich nicht bezahlbar.