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Falsches Signal

Das Gutachten des Wissenschaftsrats zum Hochschulstandort Saarland hat in den letzten Wochen für einigen Wirbel gesorgt. Erfreulich ist dabei zunächst einmal, dass die Gutachter dem Wissenschaftsstandort Saarland ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt haben: Das Saarland und damit in erster Linie Saarbrücken ist ein sehr attraktiver Hochschulstandort.
Aber die vorgeschlagenen, massiven Einschnitte bei der Universität sind das falsche Signal. Und die Landeshauptstadt Saarbrücken wäre von einer Reform in allererster Linie betroffen. Deshalb hat der Saarbrücker Stadtrat in der letzten Woche mit großer Mehrheit und den Stimmen der CDU in einer Resolution die Landesregierung aufgefordert, bei aller Notwendigkeit zu Veränderungen Fingerspitzengefühl zu bewahren.
Derzeit sind vor allem die möglichen Folgen bei der Schließung von großen Fakultäten unklar. Sowohl für Saarbrücken wie für das Saarland hat die Anzahl der Studierenden auch massive Auswirkungen auf die Einnahmen. Denn die Höhe der Zahlungen aus dem kommunalen Finanzausgleich und dem Länderfinanzausgleich hängt vor allem von der Einwohnerzahl ab. Deshalb ist noch völlig offen, ob durch eine Aufgabe der Rechtswissenschaft oder eine massive Reduzierung der Studierendenzahl an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tatsächlich unterm Strich eine bedeutende Summe gespart werden kann.
Außerdem würde eine massive Reduzierung von Studienplätzen das Bild von Saarbrücken als Hochschul- und Wissenschaftsstadt ganz stark verändern und hätte so erhebliche Auswirkungen auf die ganze Stadtgesellschaft. Das kann nicht unser Anspruch sein und passt nicht zu unserem Selbstverständnis von einer dynamischen Universitäts- und Landeshauptstadt.