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Erneuerbare Energien

Die Energiewende ist in aller Munde. Durch die EEG-Umlage steigen die Strompreise immer weiter und es stellt sich die Frage: Wie soll es mit den Erneuerbaren Energien weitergehen, ohne ihre gesellschaftliche Akzeptanz zu gefährden?

Klar ist, dass der Anstieg der Strompreise so nicht weitergehen kann, sonst können demnächst viele Verbraucher ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen. Die hohen Strompreise sind aber auch ein großes Problem für unsere Wirtschaft. Bei den energieintensiven Betrieben leidet die Wettbewerbsfähigkeit und es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Um dem entgegenzuwirken, haben viele Firmen eigene Kraftwerke gebaut oder gepachtet, um damit EEG-begünstigten Strom für den eigenen Verbrauch zu erzeugen – z.B. auch ZF, der größte Arbeitgeber in Saarbrücken. Die aktuellen Vorschläge von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur EEG-Reform würden dieses Modell zunichte machen und damit die Situation verschärfen. Hier fehlt noch etwas Fingerspitzengefühl, es muss nachgebessert werden.

Dagegen hat vor kurzem der Regionalverband Fingerspitzengefühl bei der Gestaltung der Energiewende gezeigt. Um einen Wildwuchs an Windrädern im Regionalverband und damit auch in Saarbrücken zu verhindern, wurde ein Plan beschlossen, der den Bau der Windräder auf wenige „Konzentrationszonen“ beschränkt. Dabei hat man auch beschlossen, den Mindestabstand zwischen Windrädern und der Bebauung auf 800m festzulegen. Diese Lösung ermöglicht Windenergie, trägt aber auch den Interessen der Anwohner Rechnung. Dass es in Saarbrücken Windräder geben wird, darf allerdings bezweifelt werden; aufgrund mangelnder Windintensität erscheinen sie hier wirtschaftlich einigermaßen uninteressant.