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Vekehrte Welt

Letzte Woche gab es eine gute Nachricht für alle Saarbrücker Schwimmer. Die in den letzten Monaten immer wieder diskutierten Schwimmbadschließungen – vor allem des Dudweiler Freibades und des Altenkesseler Kombibades – scheinen endgültig vom Tisch.
In der Stadtverwaltung hat man endlich einen Weg gefunden, die Bäder zu erhalten und trotzdem die gesetzten Einsparziele im Bäderbereich zu erreichen; er ist sogar denkbar einfach. Das begrüßt die CDU-Fraktion, schließlich haben wir energisch den Erhalt der Bäder gefordert und gemeinsam mit Vereinen, Initiativen und Bürgern dafür gekämpft. Dieser Widerstand hatte schließlich auch dazu geführt, dass eine Mehrheit im Stadtrat Anfang Juli die damaligen Schließungspläne der Stadtverwaltung sowie von SPD, Linken und Grünen abgelehnt hat. Die Stadtverwaltung musste also nachsitzen und hat jetzt einen Vorschlag vorgelegt, der ohne Schließungen auskommt.
Da stellt man sich doch die Frage: Warum nicht gleich so? Warum bestellt man zuerst ein teures „Konzept“, das Schließungen vorsieht und damit – völlig zu Recht – zu einem Aufschrei bei Bürgern und Vereinen führt, wenn der gleiche Einspareffekt doch auch scheinbar mühelos ohne Schließungen zu erreichen ist? Ist es schlicht Unfähigkeit und Borniertheit in der Verwaltungsspitze, die der Einfachheit halber zuerst beim Bürger streichen will, bevor sie den eigenen Grips bemüht? Verkehrte Welt!
Völlig daneben liegt die Stadtratskoalition aus SPD, Linken und Grünen, die im Juli selbst noch die Schließung von Schwimmbädern und Schulschwimmhallen gefordert hat; sie brüstet sich jetzt als Retter der Saarbrücker Bäderlandschaft. Peinlich wie hier versucht wird, die Wahrheit auf den Kopf zu stellen.