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Tunnelplan zurückgestellt

Die Planungen zur Untertunnelung der Stadtautobahn im Rahmen des Projekts „Stadtmitte am Fluss“ werden zurückgestellt. Das haben letzte Woche sowohl die Landesregierung als auch der Saarbrücker Stadtrat beschlossen. Der Großprojektantrag bei der EU für den städtebaulichen Teil der Maßnahme ist dementsprechend abgeändert worden. Den Tunnel jetzt aus den Planungen herauszunehmen, hat mehrere Gründe:

1. Einzelne Teile des Projektes müssen im vorgegebenen Zeitrahmen der EU-Förderperioden fertig gestellt werden. Eine komplexe Tunnelplanung würde die ursprünglich vorgesehenen Zeitabläufe in Frage stellen und damit die anderen Teilprojekte von „Stadtmitte am Fluss“ gefährden.

2. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen – was die finanzielle Leistungsfähigkeit der Projektpartner Stadt und Land sowie die aktuelle Förderkulisse von Seiten der Europäischen Union angeht – ist das Tunnelprojekt nicht zu stemmen. Natürlich ist die Tunnellösung wünschenswert, weil sie den Lärm aus der Innenstadt verbannt und neue innerstädtische Flächen generiert; mit dem Tunnel wäre die maximale Wirkung von „Stadtmitte am Fluss“ erreicht. Jedoch nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch machbar. Wie die Rahmenbedingungen nach dem Jahr 2020 aussehen werden und was das konkret für den Tunnel bedeutet, kann heute niemand sagen.

Aus diesen Gründen ist es wichtig und richtig, die gesichert umsetzbaren Teile von „Stadtmitte am Fluss“ zügig anzugehen und das Tunnelprojekt zurückzustellen. Nach der Berliner Promenade werden jetzt zügig der Rabbiner-Rülf-Platz und ab August die Umgestaltung der Eisenbahnstraße mit Hohenzollern- und Gutenbergstraße angegangen. Das Stadtmitte-Projekt nimmt damit sichtbare Formen an.