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Durchsichtiges Manöver

Jetzt ist es raus: Am letzten Freitag hat die Saarbrücker Stadtverwaltung rund um Sportdezernent Schindel und Finanzdezernent Latz ihr „Bäderkonzept“ der Öffentlichkeit präsentiert. Das Dudweiler Freibad wird komplett dichtgemacht und beim Alsbachbad in Altenkessel das Außenbecken geschlossen. Zudem soll es nur noch für den Schul- und Vereinssport an wenigen Tagen in der Woche zur Verfügung stehen, für die Öffentlichkeit gar nicht mehr. Für die Lehrschwimmbecken sieht es zudem ebenfalls ganz düster aus. 
Die Bürger werden also ab dem nächsten Jahr sprichwörtlich „auf dem Trockenen sitzen“.
Eine „Alternative“, um die Schließung des Dudweiler Freibades zu verhindern, haben Schindel und Latz gleich auch noch mit präsentiert. Die Stadt wäre bereit, private Initiativen wie eine Genossenschaft oder einen Förderverein mit 50.000 Euro im Jahr zu unterstützen, wenn die dafür den Betrieb des Bades übernähmen. Allerdings fallen dabei immer noch Kosten von rund 300.000 Euro jährlich an, der Förderverein oder die Genossenschaft hätte davon ca. 170.000 Euro zu stemmen – zusätzlich zur ehrenamtlichen Arbeit beim Betrieb des Bades.
Konkret bedeutet das: Die Mitglieder sollen über 100 Euro im Jahr bezahlen, damit sie ehrenamtlich das Bad betreiben dürfen – inklusive Pflege der Außenanlage, Kassendienst, Reinigung und Beckenaufsicht – und wenn sie dann nach getaner Arbeit schwimmen wollen, müssen sie auch noch Eintritt bezahlen. So etwas ist völlig absurd. Dieser „Vorschlag“ ist ein durchsichtiger Versuch, die Schuld für die Schließung des Dudweiler Freibades auf die Menschen vor Ort abzuwälzen.
Das ist nicht die so oft propagierte Bürgerbeteiligung, das ist nichts anderes als Bürgerverarsche.