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Stadt in der Verantwortung für das Tierheim

Die Haltung der Stadtverwaltung in Sachen Zuschuss für die Tierheimsanierung deutet langsam auf eine Wahrnehmungsstörung im Rathaus hin. Die Aufgaben des Tierheims sind eindeutig Aufgaben der Landeshauptstadt, die der Tierschutzverein dankenswerterweise übernimmt. Andere Städte leisten das selbst: Die Stadt Hagen hat gerade mit einem Eigenanteil von 1,25 Millionen Euro ein neues Tierheim gebaut, Dresden gibt jährlich 545.000 Euro für sein Tierheim aus.
Die Landeshauptstadt Saarbrücken zahlt dem Tierschutzverein für die Übernahme der städtischen Aufgaben jährlich 35.000 Euro – ein Schnäppchen! Müsste die Stadt das selber machen, würde das jedes Jahr hunderttausende von Euro kosten. Für seine 750.000 Euro-Baumaßnahme hat der Tierschutzverein bei der Landeshauptstadt einen Zuschuss von 10.000 Euro beantragt. Oberbürgermeisterin Britz, Linke, Grüne und SPD haben das abgelehnt. Der Tierschutzverein sei ein Verein wie jeder andere und könne keine Sonderbehandlung erfahren. Vor einer Förderzusage müssten detaillierte Unterlagen vorgelegt werden, sagte Frau Britz im letzten Stadtrat.
Anstatt den Verein beim Zusammentragen der Unterlagen zu unterstützen, macht man lieber der ehrenamtlichen Vereinsführung um Frau Mathis das Leben schwer. Der Schuss geht aber nach hinten los!
Wenn der Tierschutzverein behandelt werden soll wie Andere, beispielsweise Sportvereine, die neue Sportanlagen bauen, wird die Sache für die Stadt richtig teuer. Bei einer üblichen Förderquote von rund 43% macht das rund 320.000 Euro. Hoppla!
Es ist nur noch peinlich, was Oberbürgermeisterin, SPD, Linke und Grüne hier mit dem Tierschutzverein veranstalten.