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Prostitution eindämmen

Es ist nicht zu übersehen: In den letzten Monaten ist die Anzahl der Straßenprostituierten in Saarbrücken erheblich angestiegen – erkennbar vor allem an der Dudweiler Landstraße. Außerdem nimmt die Anzahl der Bordelle immer weiter zu. Diese Situation belastet immer stärker die Saarbrücker Bürgerinnen und Bürger, die Auswüchse der Prostitution schaden dem Image unserer Stadt. Schlimm ist die Situation auch für die Prostituierten, die meist wegen der Armut aus Osteuropa nach Deutschland kommen und hier zum Anschaffen gezwungen werden. 
Da zu befürchten ist, dass sich die Lage nächstes Jahr noch weiter verschärfen wird, ist also schnelles und entschiedenes Handeln auf allen Ebenen notwendig. Dies hat auch der Saarbrücker Stadtrat einstimmig in seiner letzten Sitzung gefordert.
Deshalb begrüßen wir es, dass Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz gemeinsam nach Lösungen suchen. Demnach soll es, wie vom Stadtrat empfohlen, eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadt und Land geben, die schnellstmöglich herausfinden soll, wie die negativen Auswirkungen der Prostitution bekämpft werden können. Denn die bestehenden rechtlichen Möglichkeiten reichen offensichtlich nicht aus. Unserer Ansicht nach muss es das Ziel sein, die Prostitution in Saarbrücken so weit wie möglich einzudämmen. Dies könnte durch eine Ausweitung des Sperrbezirks, also des Bereiches, in dem keine Prostitution erlaubt ist, geschehen. Ebenso ist der Bundesgesetzgeber gefragt, was Kontrollmöglichkeiten und die Bekämpfung des Menschenhandels angeht.
Hoffen wir also auf ebenso schnelle wie wirksame Lösungen, im Sinne der Bürgerinnen und Bürger sowie der Prostituierten selbst.