Benutzerspezifische Werkzeuge

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Navigation

Lösung ist teuer erkauft

Die Trainingssituation der Saarbrücker Schwimmvereine im Calypso ist schon länger ein Thema. Letzte Woche hat sich die Stadt endlich mit den Saarbrücker Schwimmvereinen über die Trainingszeiten dort geeinigt. Die Vereine können auch nächstes Jahr unverändert im Calypso trainieren, ihr drohendes Aus wurde vorerst abgewendet.
Doch die Lösung des Problems wurde teuer erkauft: Der Betreiber des Calypso hat seine Forderung durchgesetzt und kriegt mehr Geld von der Stadt, über 130.000 Euro pro Jahr – obwohl er von der Stadt schon 700.000 Euro pro Jahr erhält, damit dort Schwimmsport stattfinden kann.
Damit ist klar, dass Finanzdezernent Ralf Latz die neuen Calypso-Verträge schlecht verhandelt hat. Die Einsparungen, die er mit diesen Verträgen angeblich erreicht hat, werden jetzt von den Ausgaben für die zusätzlichen Schwimmzeiten wieder aufgefressen. Die angeblichen Einsparungen gingen von Anfang an nur zu Lasten der Vereine und des Schulschwimmens.
Zudem ist Sportdezernent Schindel mit seiner Aufgabe völlig überfordert. Er hat es nicht geschafft, eine Lösung mit den Vereinen zu finden und sich um unangenehme Gespräche gedrückt. OB Britz konnte ihm nur noch diese Aufgabe entziehen.
Das Geld für die zusätzlichen Schwimmzeiten soll von den Schwimmvereinen und der Stadt-Tochter KBS, die Eigentümerin des Calypso und der städtischen Parkplätze ist, kommen. Die KBS muss 100.000 Euro bringen, was nur bedeuten kann, dass das Parken wieder teurer wird. Den Vereinen bleibt nichts anderes übrig, als über 60 Prozent mehr für das Schwimmen zu bezahlen und die Mitgliedsbeiträge für die meist jugendlichen Mitglieder zu erhöhen. Somit müssen die Schwächsten für die Fehler der Verwaltung bezahlen.