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Der Sport geht baden

Aufgrund des neuen Calypso-Vertrages stehen den Schwimmvereinen ab nächstem Jahr fast keine Schwimmzeiten mehr zur Verfügung und sie bangen um ihre Existenz. Dafür verantwortlich sind Finanzdezernent Latz, der diesen „tollen“ Vertrag ausgehandelt hat, und Sportdezernent Schindel, der die Vereine in andere Bäder stecken will, in denen es aber keine Kapazitäten gibt. SPD und Linke klatschen ihrer Führungselite dafür Beifall. Hinzu kommt, dass die Stadt an den Calypso-Betreiber jedes Jahr einen „Betriebskostenzuschuss“ von 700.000 Euro zahlt; eine Gegenleistung für den Schul- und Vereinssport bleibt im Vertrag unerwähnt.
Jetzt aber kommt es. Durch Zufall ist letzte Woche herausgekommen, dass Schindel dem Calypso-Betreiber noch ein Gutachten für 60.000 Euro zugeschustert hat – und das ohne vorher die städtischen Gremien zu fragen! In dem Gutachten soll es darum gehen, wie die verlustträchtigen städtischen Bäder besser betrieben werden und im Wettbewerb um die Badegäste gegen das Calypso bestehen können. Man fasst es nicht! Eine Gesellschaft, die ihr Bad dank eines städtischen Zuschusses von 700.000 Euro gewinnbringend betreiben kann, soll der Stadt für weitere 60.000 Euro sagen, wie sie ihre Bäder wirtschaftlicher und konkurrenzfähiger führen kann. Die Bäder also, die die Vereine aufnehmen sollen, für die im Calypso kein Platz mehr ist. Denn auch das hat Dezernent Schindel herausgelassen: Auf dem Sportbecken, das seinerzeit ins Calypso eingebaut wurde, um die Bedürfnisse der Schulen und Vereine nach der Schließung des Kaiser-Friedrich-Bads zu befriedigen, sollen demnächst Badeinseln herumschwimmen. Dass wegen der Latz-Schindel-Sperenzien der Sport baden geht, wird die CDU nicht zulassen!