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Kontroverse Diskussion

Der Bau des Vierten Pavillons hat ja in den letzten Wochen und Monaten für viel Wirbel gesorgt. Neben der Frage, wer die Verantwortung für dieses Millionendesaster trägt, geht es vor allem darum, was mit dem jetzigen Rohbau passiert. Die Baustelle steht und auch der Stillstand kostet Geld. Provokante Frage: Abreißen oder – vielleicht mit einigen Änderungen – fertig bauen?
Zu diesem Thema veranstaltete in der letzten Woche die Saarländische Gesellschaft für Kulturpolitik eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion. Dabei waren Kulturminister Toscani, Baudezernentin Wandel-Hoefer, Isolde Ries von der SPD, der Vorstand der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz Grewenig, der Saarbrücker Architekt Freese sowie der renommierte Berliner Architektur-Professor Volker Staab.
Das Ergebnis der engagierten Diskussion, die von Jürgen Albers gekonnt geleitet wurde, sowie die überwiegende Meinung der Zuhörer war, dass es am sinnvollsten ist, den begonnenen Rohbau fertig zu bauen und zwar in überzeugender Qualität, mit ursprünglicher oder neuer Planung. Es macht keinen Sinn, den Bau jetzt für wiederum viel Geld abzureißen und das Erweiterungsprojekt zu beerdigen. Das Saarlandmuseum braucht Platz für seine Sammlung. Viele – durchaus wertvolle – Bilder schlummern derzeit in den Kellern des Museums und können dem kunstinteressierten Publikum überhaupt nicht gezeigt werden. Mit dem Vierten Pavillon wird es die Möglichkeit geben, diese Sammlung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Viel Geld wurde versenkt, dafür müssen die Verantwortlichen geradestehen. Jetzt kommt es darauf an, dem Gebäude eine Gestalt zu geben, die es ihm ermöglicht, sich trotz der Dimensionen städtebaulich verträglich einzufügen.