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Verlorene Zeit in der Messethematik

Eigentlich hätte der Saarbrücker Stadtrat in der nächsten Woche über den Kauf der Saarmesse durch die Stadt entscheiden sollen – eigentlich! Die Verwaltungsspitze hatte in den letzten Monaten genug Zeit, den Kauf vorzubereiten, ein Konzept für den künftigen Messebetrieb zu erarbeiten und Kontakt zur Landesregierung bzw. zur landeseigenen Kongressgesellschaft CCS aufzunehmen, um die Details der geplanten und auch sinnvollen Kooperation zu besprechen.
Aber passiert ist in der ganzen Zeit: Nichts! Finanzdezernent Latz weist in einem SR-Interview darauf hin, es habe in Saarbrücken ja einen Wahlkampf gegeben, der eine sachliche Beschäftigung mit dem Thema Messe erschwert habe. Unfug! Alle Kandidaten und ihre Parteien waren und sind daran interessiert, dass die Frage Saarmesse einer guten Lösung zugeführt wird. Alle haben stets Kompromissbereitschaft gezeigt und für lösungsorientierte Handlungswege Unterstützung zugesagt. Aber noch immer ist unklar, was mit der Messe passieren soll, wo sie in Zukunft stattfinden soll und wer dann überhaupt mit an Bord ist. All diese offenen Punkte könnten schon längst soweit abgeklärt sein, dass der Stadtrat eine Entscheidung treffen könnte.
Aus dem Wirtschaftsministerium kam der Hinweis, dass die Landesregierung sich in einen Zukunftsplan Messe einbringen wolle; da wäre es doch wünschenswert gewesen, die Stadtführung hätte eine konkrete Vorstellung über die Beteiligung des Landes entwickelt, über die dann auf beiden Seiten in den jeweiligen Gremien hätte beraten werden können. Damit wäre auch das Spitzengespräch zwischen Ministerpräsidentin und Oberbürgermeisterin um einiges besser vorbereitet gewesen. Schade um die verlorene Zeit!