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Tragfähiges Messekonzept muss vorgelegt werden

Die Lage der Saarmesse hat in den letzten Wochen für einige Schlagzeilen gesorgt. Beinahe täglich gab es neue Vorschläge von Stadt und Messegesellschaft, wie es denn mit der Messe weitergehen soll. In der letzten Stadtratssitzung hat dann die rot-rot-grüne Ratsmehrheit entschieden, der Messegesellschaft ein Ultimatum zur Auflösung des Messevertrages bis Ende April zu stellen. Wenn die Messegesellschaft die städtischen Forderungen nicht erfüllt, muss sie höchstwahrscheinlich in Insolvenz gehen. Dann wäre die Stadt für das Messegelände verantwortlich, aber leider hat die Verwaltung für diesen Fall überhaupt kein Konzept. Das wäre das sichere Ende des Messestandortes Saarbrücken.
Deshalb haben wir den Vorschlag gemacht, mit dem Ultimatum so lange zu warten, bis ein tragfähiges Messekonzept vorliegt. Dann wäre jedenfalls sichergestellt, dass für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen und einer möglichen Insolvenz der Messegesellschaft ein planbarer Übergang auf eine neue Betreiberstruktur gegeben wäre. Das wäre auch ein Stück Planungssicherheit sowohl für die Aussteller als auch für die Mitarbeiter der Messe. Bis in die Ratssitzung hinein habe ich versucht, die Mehrheitskoalition von diesem Weg zu überzeugen – leider ohne Erfolg; Verwaltungsspitze und Ratsmehrheit wollten sofort Fakten schaffen und damit wohl Stärke beweisen.
Eine Übernahme oder gar ein Kauf der jetzigen Messegesellschaft durch die Stadt ist für die CDU-Fraktion ausgeschlossen. Problematische Gesellschaften hat die Landeshauptstadt nun wirklich genug in ihrem Portfolio! Die Stadtführung muss jetzt zügig Konzepte auf den Weg bringen und dazu die Landesregierung mit ins Boot bekommen.