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Kräfte nicht nur im Bereich Kultur bündeln

In der letzten Woche hat die geplante Beteiligung der Kommunen an den landesweiten Kulturausgaben hohe Wellen geschlagen. Von der SPD wurde gemutmaßt, ich würde dabei die Saarbrücker Interessen zu wenig vertreten und der Landesregierung das Wort reden. Das ist absurd.
Als gewählter Vertreter der Saarbrückerinnen und Saarbrücker lehne ich die Landesforderung von rund 2,5 Millionen Euro an die Stadt ab. Aber wir Saarbrücker Bürger profitieren erheblich von der Kulturförderung des Landes in unserer Stadt und wollen darauf auch zukünftig wohl nicht verzichten. Deshalb sehe ich, dass wir mit dem üblichen Britz-Reflex, die Landesregierung zu beschimpfen und sich ansonsten zu verweigern, nicht weiterkommen. Einer Landeshauptstadt kommt in einer solchen Debatte doch die Rolle zu, über ihren eigenen Tellerrand hinweg zu schauen und konstruktive Vorschläge zu machen. Offensichtlich fehlt aber Frau Britz diesbezüglich jegliches Vorstellungsvermögen.
Ich glaube, in Anbetracht der allgemeinen Finanzsituation müssen die Kräfte gebündelt werden – nicht nur im Bereich der Kultur. Land und Kommunen müssen sich untereinander abstimmen, welche Einrichtungen, Veranstaltungen und Projekte zukünftig gemeinsam – also unter einem Dach – betrieben werden sollen, und das sowohl programmatisch als auch finanziell. Separatistische Bewegungen, wie der Ausstieg der Landeshauptstadt aus der gemeinsamen Finanzierung der Stadtgalerie mit der Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, gehen dagegen in die vollkommen falsche Richtung. Unsere Stadt braucht gute Freunde im Land und in unseren Nachbarkommunen. Die unkooperative und aggressive Haltung der Verwaltungsspitze isoliert Saarbrücken jedoch leider immer mehr.