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Alte Bergwerksdirektion erstrahlt in neuem Glanz

Es geht etwas voran in Saarbrücken! Endlich, möchte man sagen, denn seit einiger Zeit hat man das Gefühl, im Rathaus wird aus lauter Ratlosigkeit vornehmlich Stillstand produziert. Gut, dass es da private Initiativen gibt, die dafür sorgen, dass sich in unserer Stadt etwas tut. In dieser Woche eröffnet nach einer endlos erscheinenden Genehmigungs- und Bauzeit die neue Europa- Galerie. Lange wurde um die denkmalgeschützte Bergwerksdirektion gestritten. Heute darf man sagen, äußerlich erstrahlt die Fassade in neuem Glanz, was der Reichstraße allein schon gut tut. Was man bisher auf Bildern vom Innern sehen konnte, macht neugierig und es scheint so, als ob das Baudenkmal, neu inszeniert, erst jetzt so richtig zur Geltung gelangt. Die neue Nutzung belebt die gesamte City, zieht Besucher von Außerhalb an – also Veränderung tut unserer Stadt gut. Nun meldet sich ein anderes Baudenkmal zu Wort: Das Kultusministerium bittet, seinem erbarmungswürdigen Zustand geschuldet, quasi selbst um seinen Abriss. Natürlich ist das Gebäude durch seine Historie ein Stück saarländische Geschichte, nüchtern Betrachtet ist aber zumindest der Hochhausriegel eine marodierende Bausünde der frühen 50er. Niemand wäre von sich aus auf den Gedanken gekommen, dass dieses Gebäude etwas Neuem weichen muss. Nachdem nun aber 30 Mio. € zur Sanierung benötigt würden, sollte man emotionslos überlegen, ob man ein Gebäude erhält, das eigentlich doch viel zu nah an der Autobahn steht und insgesamt nicht zur Stadtverschönerung beiträgt. In der Konsequenz sollte man dann auch die 250.000,- € an Sicherungsmaßnahmen nicht mehr ausgeben und das Gebäude räumen. Leerstand an Büroflächen gibt es in Saarbrücken nun wirklich genug.