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Jahrestag des Mauerfalls auf eigene Art gefeiert

Letzte Woche jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 21. Mal. Thomas Lutze, Bundestagsabgeordneter der saarländischen Linken feiert dieses Jubiläum auf seine ganz eigene Art: Getreu dem Motto „Pjöngjang statt Ballermann“ hat er sich dieser Tage auf den Weg ins sozialistische Nordkorea gemacht – als Abgeordneter natürlich auf Kosten der Steuerzahler!
Angeblich will er dort dem Tourismus den Weg ebnen, sich über das Verkehrssystem informieren und den Frieden erhalten. Dabei steht Nordkorea bei den Menschenrechtsverletzungen weltweit an der Spitze, Folter ist an der Tagesordnung, Menschen werden wegen ihres Glaubens verfolgt, Todesurteile öffentlich und in Serie vollstreckt. Was soll daran bitte für Touristen interessant sein? Die Bevölkerung des Landes leidet wegen der überbordenden Militärausgaben für Atomwaffen und eine Million Soldaten Hunger. Dient das etwa dem Frieden? Es gibt in Nordkorea sogar Autobahnen, auf denen aber keine Autos fahren, weil die Leute dort so arm sind, dass sie sich noch nicht einmal ein Fahrrad leisten können. Welche Erkenntnisse sollen die Verkehrsplaner in Deutschland daraus denn ziehen?
Aber vielleicht hat der in der ehemaligen DDR aufgewachsene Politiker der SED-Nachfolgepartei auch einfach nur Sehnsucht nach „der guten alten Zeit“. Damals als die immer gleiche Partei den Ton angab, es keine Meinungsfreiheit gab, die Bevölkerung unterdrückt und von der Außenwelt abgeschirmt wurde. Menschen, die aus lauter Not und Verzweiflung das Land verlassen wollten, wurden an der Grenze erschossen. Lutze zeigt mit seiner offenkundigen Sympathie für das nordkoreanische Regime das wahre Gesicht der Linken – und das als Vertreter des Saarlandes. Beschämend!