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Neues Messekonzept ist notwendig

Die Situation der Saarmesse ist derzeit wieder ein großes Thema. Schon seit Jahren gibt es Defizite, es besteht thematisch dringender Handlungsbedarf: Um im überregionalen Messegeschäft eine Rolle zu spielen, muss man zukünftig wesentlich stärker auf Fachmessen setzen. Aber leider ist es bisher nicht gelungen, eine zumindest national beachtete Fachmesse nach Saarbrücken zu holen. Auch deshalb ist ein neues Messekonzept notwendig. Das darf aber nicht übers Knie gebrochen, sondern muss überlegt angegangen werden.
Die Saarbrücker Stadtverwaltung mitsamt OB Britz will aber etwas anderes. Sie will die Messegesellschaft Schachmatt setzten, um das Messegeschäft in die eigenen Hände zu bekommen – ohne aber eine Idee zu haben, was dann passieren soll. Das könnte das Aus für den Messestandort Saarbrücken bedeuten. Eine Messe ist ein wichtiges Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung, auf das man nicht leichtfertig verzichten darf. Messen beleben die Stadt, sie ziehen Aussteller und Besucher von außerhalb an, Einzelhandel, Gastronomie und Hotels leben davon.
Daher ist es gut, dass sich der Stadtrat in der letzten Woche auf Initiative von CDU und FDP gegen den Vorschlag von OB Britz ausgesprochen hat. Und das sogar mit Stimmen aus dem rot-rot-grünen Bündnis, welches eigentlich die SPD-Oberbürgermeisterin stützen soll. In der nächsten Stadtratssitzung Anfang Februar fällt dann eine Entscheidung, wie es mit der Messe weitergehen kann. Neben Messeprofis könnten Stadt und Land mit an Bord kommen. Optimal wäre eine Bündelung der Kräfte im Messe-, Kongress- und Veranstaltungsgeschäft und aus Saarbrücken könnte mit einem innovativen Konzept ein attraktiver Messestandort werden.